Zwei Tage nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets hat die türkische Nachrichtenagentur DHA unter Berufung auf die Armee Aufnahmen von Funksprüchen veröffentlicht, auf denen mehrmalige Warnungen über die Luftraumverletzung zu hören sind. Von russischer Seite war bislang dementiert worden, dass die Piloten vor dem Abschuss gewarnt worden seien.
Zwei Tage nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets hat die türkische Nachrichtenagentur DHA unter Berufung auf die Armee Aufnahmen von Funksprüchen veröffentlicht, auf denen mehrmalige Warnungen über die Luftraumverletzung zu hören sein sollen. Von russischer Seite war bislang dementiert worden, dass die Piloten vor dem Abschuss gewarnt worden seien.
Noch am Mittwoch hat der überlebende Pilot des abgeschossenen Su-24-Bombers gegenüber Medien gesagt, dass es von türkischer Seite keinerlei Warnungen gegeben hätte. Dem widersprechen die nun veröffentlichten Funksprüche.
Auch das widerrechtliche Eindringen in den türkischen Luftraum ist von dem Piloten, der sich mittels Schleudersitz in Sicherheit bringen konnte, dementiert worden. US-Regierungskreise geben an, dass sich der Kampfjet kurzzeitig über türkischem Territorium befunden hat, der Abschuss selber soll allerdings in syrischem Luftraum passiert sein. Außerdem wird die Darstellung der Türkei unterstützt, dass man das Flugzeug zehn Mal gewarnt habe.
Kerry mahnt zu Ruhe
In einem Telefonat mit seinem Amtskollegen Segej Lawrow mahnt US-Außenminister John Kerry zur Ruhe und Deeskalation. Der russische Außenminister hatte Ankara zuvor eine "geplante Provokation" unterstellt.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan antwortete darauf mit versöhnlichen Tönen. "Wir denken definitiv nicht an so etwas wie eine Eskalation dieses Zwischenfalls", sagte er und beteuerte, dass sich erst nach dem Abschuss des Jets die russische Herkunft herausstellte.