Kommende Woche soll in Brüssel ein weiterer Asyl-Gipfel zwischen EU-Staaten und der Türkei stattfinden. Die Türkei will dabei aber nicht nur über Flüchtlinge reden, sondern auch die EU-Beitrittsverhandlungen wieder thematisieren, wie ein Regierungssprecher am Donnerstag forderte.
Kommende Woche soll in Brüssel ein weiterer Asyl-Gipfel zwischen EU-Staaten und der Türkei stattfinden. Die Türkei will dabei aber nicht nur reden, sondern auch die EU-Beitrittsverhandlungen wieder thematisieren, wie ein Regierungssprecher am Donnerstag forderte.
"Wir wollen nicht, dass sich der Gipfel ausschließlich mit Flüchtlingen befasst", sagte ein ranghoher Regierungsvertreter am Donnerstag in Ankara. Es müssten auch die Beziehungen zur EU und die Beitrittsgespräche neu besprochen werden, so die Forderung.
Bei dem Treffen in Brüssel soll die Zusammenarbeit zwischen Europa und der Türkei in der Flüchtlingskrise unter die Lupe genommen werden. Brüssel sagte der Türkei Ende November Finanzhilfen in Höhe von drei Milliarden Euro zu und stellte neuen Schwung in den Beitrittsverhandlungen sowie eine baldige Visafreiheit für türkische Staatsbürger in Aussicht.
Im Gegenzug hätte die Türkei ihre Grenze zur EU strenger kontrollieren und Flüchtlinge nicht länger ungesteuert Richtung Europa ziehen lassen sollen. Die Flüchtlingszahlen sind seitdem jedoch nicht merklich zurückgegangen. Einigen EU-Staaten ist die Türkei bei der Umsetzung seines Teils der Abmachung zu lasch.