Politik

Türkische Kulturgemeinde: IS missbraucht Islam

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:23

Angesichts der dramatischen Lage im Irak hat die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) das Vorgehen der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS, früher ISIS) am Dienstag via Aussendung kritisiert.

(TKG) das Vorgehen der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS, früher ISIS) am Dienstag via Aussendung kritisiert.

Die IS würde die Religion "missbrauchen und gar nichts mit dem wahren Islam" zu tun haben, erklärte der Verein. Die TKG forderte eine Distanzierung aller muslimischen Glaubensgemeinschaften von der IS.

Im Irak würden alle Werte des Islam "zunichte gemacht", daher müssten insbesondere Muslime im Namen der Religion gegen den "Terror" aufstehen, so die TKG-Generalsekretärin Melissa Günes. Die Gesellschaft müsse sehen, dass die "hier wohnenden Muslime mit solchen Mördern, die ihren Glauben Islam missbrauchen, nichts zu tun haben, ganz im Gegenteil. Viele fragen sich berechtigter Weise, warum die muslimischen Vertreter aus Österreich sich nicht scharf genug gegen die Terrormiliz abgrenzen und sich nicht von dieser distanzieren.", betonte Günes. Die alten Feindschaften zwischen den Konfessionen müsse überwunden werden.

Spendenaufruf

Die TKG demonstrierte am 10. August 2014 vor der Wiener Staatsoper und zeigte ihre Solidarität mit den hunderttausenden Verfolgten im Irak. ILMÖ verurteilt ebenfalls Terror

Auch die "Initiative Liberaler Muslime Österreich" hat das Vorgehen der sunnitischen Terrororganisation IS im Irak scharf verurteilt. ILMÖ-Präsident Amer al-Bayati rief am Dienstag die Weltgemeinschaft auf, den Völkermord an Christen, Jesiden und anderen Minderheiten zu stoppen. Bald könne auch der Westen "unter IS-Terror leiden", konstatierte Al-Bayati. Die Extremistengruppe habe viele Sympathisanten weltweit, auch in Europa und auch in Österreich.

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