Welt

Türkische Nationalisten griffen Hürriyet-Redaktion an

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:24

Nach einem Anschlag der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) mit 16 toten Soldaten schickte Ankara Bodentruppen in den Nordirak. In der Folge attackierten Türkische Nationalisten in der Nacht auf Mittwoch das Redaktionsgebäude der Zeitung "Hürriyet".

Nach einem Anschlag der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) mit 16 toten Soldaten schickte Ankara . In der Folge attackierten Türkische Nationalisten in der Nacht auf Mittwoch das Redaktionsgebäude der Zeitung "Hürriyet".

Laut einem Insider will die islamisch-konservative AKP mittels einem Schüren von Chaos sich wieder als stärkste Wahl etablieren. Am 1. November wird man sehen ob die Taktik aufgeht, für diesen Tag finden die von Präsident Recep Tayyip Erdogan angesetzten Neuwahlen statt. 

In der Nacht auf Mittwoch griffen Demonstranten die Zentrale der gemäßigt prokurdischen HDP an und warfen Steine. Die Nationalisten werden der HDP vor, der verlängerte politische Arm der PKK zu sein. Die Partei sah ein Fehlverhalten seitens der Polizei und twitterte "die Polizei erfülle nicht ihre Pflicht". Ebenfalls wurde der Redaktionssitz der Zeitung "Hürriyet" angegriffen. 

Hunderte Menschen versammelten sich vor dem Gebäude und bewarfen das Gebäude mit Steinen. Die Polizei schritt schließlich ein und trieb die Menge, die den Namen von Erdogan und "Gott ist groß" rief, auseinander. Die Angriffe auf die Zeitung waren keine Premiere: Bereits am Sonntagabend hatten knapp hundert AKP-Anhänger das Redaktionsgebäude nach einem Tweet der Zeitung gestürmt. 

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