Der Kohleturm der ehemaligen Dortmunder Kokerei Kaiserstuhl ist Samstag früh gesprengt worden. Das 75 Meter hohe Silo fiel wie vorgesehen auf ein sogenanntes Fallbett aus Schutt. Zuvor war der Turm nach Angaben des Unternehmens RAG Montan Immobilien mit 950 Bohrlöchern und Zündern versehen worden.
180 Kilo Sprengstoff waren nötig, um das 9.000 Tonnen schwere Industriebauwerk mit seinen 60 Zentimeter dicken Außenwänden zu Fall zu bringen. Die traditionsreiche Kokerei Kaiserstuhl war 1992 neu wieder in Betrieb genommen worden und galt damals als modernste Europas.
Doch acht Jahre später wurde sie schon wieder stillgelegt, weil die Nachfrage nach Stahl weltweit zurückging. In einer Kokerei wird Kohle zu Koks verarbeitet, der wiederum bei der Stahlerzeugung gebraucht wird. Die Dortmunder Fabrik wurde durch chinesische Fachkräfte abgebaut und in China wieder aufgebaut.