Normalerweise sind sie ein fixer Bestandteil eines Konzertsaals: ordentlich aufgereihte Sessel, perfekte Sicht und ein gemütlicher Platz zum Zurücklehnen.
Bei Marten wird daraus im kommenden Jahr allerdings nichts.
Der Musiker verwandelt das Linzer Brucknerhaus für seinen bisher größten Auftritt kurzerhand in eine Stehparty. Statt 3.000 Menschen sitzen zu lassen, sollen die Fans gemeinsam feiern, tanzen und mitsingen.
Dass dafür einiges an Arbeit notwendig ist, ist auch Marten bewusst.
Im Gespräch mit "Heute" nimmt er die Sache mit einem lockeren Schmäh: "Es wird ein Stehkonzert. Das stell ich mir arg vor, weil diese Sitzreihen muss jemand raustragen. Also tut mir schon leid, dass ich diesen Aufwand erzeuge."
Eine Entschuldigung an all jene, die tatsächlich beim Umbau mithelfen müssen, gibt es also schon vorab.
Doch der Aufwand hat einen guten Grund. Für Marten ist der Abend ein riesiger Karriereschritt. Erstmals spielt der Mundart-Pop-Musiker vor bis zu 3.000 Menschen – eine völlig neue Größenordnung für ihn.
Bisher lag sein größtes Konzert bei rund 500 Fans in München. Dass es jetzt direkt ins Brucknerhaus geht, zeigt, wie rasant sich sein Projekt entwickelt.
Und auch musikalisch soll die besondere Location nicht einfach nur eine größere Version eines Clubkonzerts werden. Die Band wird erweitert, möglicherweise kommen zusätzliche Instrumente dazu, die zum ehrwürdigen Saal passen.
Ein bisschen ungewohnt bleibt der Anblick aber wohl trotzdem: Wo sonst Menschen mit Konzertprogramm auf ihren Sesseln Platz nehmen, soll bald getanzt werden.
Marten macht aus dem Brucknerhaus also kurzerhand einen Ort für große Gefühle – und vermutlich auch für einige fleißige Sessel-Schlepper.