ZDF bezieht jetzt Stellung

TV-Beben bei Sender – Kult-Stars verlieren ihre Rollen

Nach 16 Jahren bei "Notruf Hafenkante" muss Manuela Wisbeck gehen. Sie ist nicht der einzige TV-Star, den der Sparhammer trifft.
Heute Entertainment
21.05.2026, 09:37
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Großer Schock für die Fans von "Notruf Hafenkante": Schauspielerin Manuela Wisbeck (42) wird die beliebte ZDF-Serie verlassen.

Seit 2009 spielte sie die Rolle der Frauke Prinz und gehörte damit über viele Jahre fix zum Ensemble. Jetzt ist jedoch Schluss.

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Die Schauspielerin selbst machte ihr Serien-Aus auf Instagram öffentlich – und sprach dabei offen über ihre Enttäuschung. Laut Wisbeck habe die Produktion ihr mitgeteilt, dass ihre Rolle "auserzählt" sei. Zudem seien wirtschaftliche Gründe genannt worden. Für die Darstellerin ein harter Schlag: Der Abschied sei für sie "ein Schock" und "ein Stich ins Herz" gewesen.

ZDF widerspricht bei Begründung

Das ZDF bestätigte inzwischen den Ausstieg der Schauspielerin, formulierte die Gründe jedoch etwas anders. Der Sender erklärte, man wolle der Serie "neue erzählerische Impulse" geben und das Format zeitgemäß weiterentwickeln. Von Sparmaßnahmen oder wirtschaftlichen Gründen war offiziell keine Rede.

Fest steht allerdings: Einen Ersatz für die Figur Frauke Prinz wird es nicht geben. "16 Jahre sind eine wahnsinnig lange Zeit. Ich wusste auch gar nicht, dass ich eine Randfigur bin", erklärte die Schauspielerin enttäuscht.

Die Hauptdarsteller des Tatort Dresden: Leonie Winkler, Martin Brambach, Karin Hanczewski.
IMAGO/Sven Ellger

Sparhammer auch andere TV-Produktionen

Wisbecks Aus ist dabei offenbar kein Einzelfall. Der Sparhammer trifft derzeit mehrere öffentlich-rechtliche Produktionen. Erst vor wenigen Tagen gab der MDR bekannt, den "Tatort" und "Polizeiruf 110" mit den Ermittlerteams aus Dresden und Magdeburg für drei Jahre auf Pause zu schicken.

Davon betroffen sind unter anderem Stars wie Martin Brambach (58), Cornelia Gröschel (38) und Claudia Michelsen (57). Brambach warnte auf Facebook sogar davor, dass "lang aufgebaute Strukturen kaputt" gingen. Viele Beteiligte müssten sich nun andere Jobs suchen, "um wie alle Menschen unsere Miete zu zahlen".

Der MDR spart derzeit massiv: Neben dem Magazin "MDR um Zwei" soll spätestens Ende des Jahres auch das ARD-"Mittagsmagazin" aus Leipzig eingestellt werden.

Hintergrund ist die weiterhin ausstehende Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Dieser hätte eigentlich bereits 2025 von 18,36 Euro auf 18,94 Euro steigen sollen. Weil die Bundesländer die Anpassung bislang nicht umgesetzt haben, ziehen ARD und ZDF vor das Bundesverfassungsgericht. Eine Entscheidung steht noch aus.

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