Didi Hamann ist für seine kompromisslosen Kritiken und durchaus kontroversen Ansichten bekannt. In seiner jüngsten Sky-Kolumne kritisiert der Experte, zurecht, das englische Fußballnationalteam. Im Zentrum der Kritik: Jude Bellingham.
Für den ehemaligen Bayern- und Liverpool-Spieler müsse Trainer Gareth Southgate in der Offensive eine Wahl treffen: "Von Phil Foden und Jude Bellingham kann nur einer spielen, für mich wäre das Foden. Für mich musst du Bellingham herausnehmen, Foden in die Mitte und dazu auf den Seiten Cole Palmer und Anthony Gordon."
Überraschend waren die enttäuschenden Leistungen von Bellingham, für Hamann nicht: "Bellingham wurde nach den ersten sechs Monaten in Madrid gehypt. Aber er hat für Real seit Weihnachten nur noch durchschnittliche Leistungen gebracht. In der Champions League hat man ihm im Viertel-, Halb- und im Finale kaum gesehen."
Viel mehr stelle sich für Hamann die Frage, auf welcher Position Bellingham am besten aufgehoben sei: "Für England spielt er auf der Zehn, die meisten Tore für Real hat er als Stürmer erzielt." Der Sky-Experte sehe Bellingham momentan nicht als Weltfußballer.
In der letzten Gruppenpartie gegen Slowenien legte der amtierende "Golden Boy" zudem ernüchternde Statistiken hin. Der 20-Jährige verlor 16 Mal den Ball, konnte nur 22 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen und spielte nur zwölf Prozent seiner Pässe nach vorne. Er spielte keinen Pass ins Angriffsdrittel und konnte keine Chance für sein Team kreieren.
Neben dem Real Madrid Star bekommt auch Bayern-Stürmer Harry Kane reichlich Kritik ab. "Kane hat in der vergangenen Saison 36 Bundesliga-Tore geschossen, aber wenn sie ihn gebraucht haben, war er nicht da. Kane kann nichts dafür, wenn einige seiner Teamkollegen zu sehr auf sich schauen. Aber wenn ich der 100-Millionen-Mann bin, muss ich mir auch mal allein oder aus dem Nichts eine Torchance erarbeiten. Davon ist er so weit entfernt, dass es weiter gar nicht geht", schreibt der 50- jährige Experte.
Sein abschließendes Urteil: "Wenn ich mir die Weltspitze anschaue, hat Kanes Leistung damit nichts zu tun."