"Der Tod ist keine Option"

TV-Koch Johann Lafer verschwieg Krebs seinen Kindern

Die Krebsdiagnose von Johann Lafer sorgt für große Betroffenheit. Trotz schwerer Monate zeigt sich der TV-Koch kämpferisch und blickt nach vorne.
André Wilding
01.06.2026, 07:46
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Die Nachricht traf viele wie ein Schlag: TV-Koch Johann Lafer leidet an Lymphknotenkrebs. Seitdem erreichen den gebürtigen Steirer zahlreiche Genesungswünsche und aufmunternde Nachrichten. Trotz der schweren Erkrankung gibt sich der 67-Jährige entschlossen.

Erst vor wenigen Tagen musste sich Lafer erneut einer Chemotherapie unterziehen. Im Gespräch mit der "Krone" schildert er seine aktuelle Situation: "Es geht mir gut. Ich bin aber derzeit abgetaucht. Ich brauche Ruhe. Um mich auf das größte Ziel meines Lebens konzentrieren zu können: den Krebs zu besiegen. Wieder gesund zu werden."

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Enorme Anteilnahme

Die Anteilnahme nach Bekanntwerden der Erkrankung sei enorm gewesen. Viele Fans, Wegbegleiter und Freunde hätten sich bei ihm gemeldet. Besonders aus seiner steirischen Heimat erreichten ihn zahlreiche Nachrichten. "Das rührt mich sehr", sagt Lafer. Gleichzeitig bittet er um Verständnis: "Es tut mir sehr leid, dass ich nicht auf alles antworten kann."

Die Diagnose erhielt der Starkoch bereits zu Jahresbeginn. Während einer Fastenkur ließ er sich routinemäßig untersuchen. Das Ergebnis war niederschmetternd: Lymphknotenkrebs. Betroffen waren mehrere Bereiche des Körpers, darunter Hals, Bauch und Leisten. "Das war ein Schock, ich bin aus allen Wolken gefallen."

Kinder erfuhren erst vor zwei Monaten von Krebs

Besonders hart traf die Diagnose seine Frau Silvia Lafer (68). Die beiden sind seit Jahrzehnten ein Paar, haben sich ihr Leben gemeinsam aufgebaut. "Wir haben bei null angefangen", erzählt Lafer im Gespräch mit der BILD. "So etwas schweißt zusammen." Ihre Kinder Jennifer (31) und Jonathan (25) erfuhren erst vor zwei Monaten von der Erkrankung. "Wir wollten es so lange wie möglich geheim halten. Sie sind dann sofort gekommen. Sie waren unglaublich stark. Sehr hilfsbereit."

Auch körperlich hinterließ die Krankheit deutliche Spuren. Rund 25 Kilogramm verlor Lafer in den vergangenen Monaten, zudem fielen seine Haare aus. Dennoch stand er noch im Frühjahr für Termine in der Öffentlichkeit. Erst Menschen aus seinem engsten Umfeld bemerkten, dass ihn gesundheitliche Sorgen beschäftigten.

Beruflich feierte der Koch zuletzt einen besonderen Erfolg. Für Lufthansa entwickelte er Gerichte für Business-Class-Passagiere und erreichte damit Reisende auf der ganzen Welt. Parallel dazu verschlechterte sich jedoch sein Gesundheitszustand.

"Krebs besiegen"

Aufgeben kommt für den gebürtigen Oststeirer nicht infrage. Mit einer persönlichen Botschaft richtet er sich in der "Kronen Zeitung" an alle, die derzeit mit ihm mitfiebern: "Bitte vergesst nicht: Ich bin im Jahr 1977 aus der Oststeiermark nach Deutschland gezogen, um Karriere zu machen. Mit 80 D-Mark in der Tasche, die ich von meiner Mutter bekommen hatte. Damals habe ich Tag und Nacht daran gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen.

Und dann stellt der TV-Koch klar: "Und jetzt werde ich alles tun, um dieses Ziel auch noch zu erreichen. Das größte Ziel meines Lebens, noch wichtiger als die Karriere: den Krebs zu besiegen. Zu leben. Der Tod ist keine Option für mich."

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