Beim staatlichen russischen Nachrichtensender "Russia Today" hat erneut eine Moderatorin vor der Kamera rebelliert. Die Nachrichtensprecherin Liz Wahl äußerte sich während live auf Sendung kritisch zur Politik Russlands in der aktuellen Krim-Krise und kündigte vor laufender Kamera.
und kündigte vor laufender Kamera.
Wahl erklärte vor laufender Kamera, sie sei mit der derzeitigen Politik Russlands nicht einverstanden. Als Beweggrund führte sie auch ihre Familiengeschichte an. Ihre Großeltern waren vor Jahrzehnten in die USA geflüchtet, als sowjetische Truppen den Aufstand in Budapest gewaltsam niederschlugen.
Bescheid zu wissen, bot ihr der Sender an, sie als Korrespondentin dorthin zu schicken.
Sender stellt Video samt Kritik online
"Russia Today" stellte Liz Wahls On-Air-Kündigung auf seinen Youtube-Kanal, zeigte sich aber in der Videobeschreibung wenig erfreut über die Aktion. Im Gegensatz zu Abby Martins Kritik wurde die Live-Kündigung als "Publicity-Aktion".
Abby Martin habe ihre Meinung im Rahmen ihrer Sendung, in der sie regelmäßig ihre Meinung zu Geopolitik abgebe, kundgetan. Ihre kritische Wortmeldung sei daher legitim gewesen. Die Kündigung von Wahl, die als Moderatorin die Nachrichten nicht persönlich kommentiert, sei hingegen unangebracht. Der richtige Schritt wäre ein Gespräch mit ihren Redakteur gewesen. Wahl sei es allerdings offensichtlich um Selbstdarstellung gegangen, urteilt der Sender.