In der Sat.1-Erfolgssendung "Hochzeit auf den ersten Blick" zählt der erste Augenblick. Zwei Fremde treffen vor einem Standesbeamten aufeinander, sagen kurzerhand "Ja" und hoffen auf das große Glück.
Zum ersten Mal in zwölf Staffeln hat ein Paar bei der Show geschummelt und sich heimlich vorab getroffen. Ein unerlaubtes Treffen, von dem niemand aus Produktion oder Sender wusste.
Während der Vorbereitungen schnappte Kandidatin Michelle den Namen und Wohnort ihres zukünftigen Partners auf. Sie suchte Marlon online und schrieb ihn an.
Es kam zu einer Verabredung. Am Traualtar überspielten sie das geschickt, sodass nicht mal die Produktionsfirma oder die drei Matching-Experten etwas merkten.
"Erst im Nachhinein wurde aus Marlons Umfeld an die Produktion herangetragen, dass es sich bei diesem Paar eben nicht um eine Hochzeit auf den ersten Blick gehandelt hat", so eine Produktionsmitarbeiterin gegenüber "Bild".
"Wir sind getäuscht worden", sagen die Show-Experten Beate Quinn und Markus Ernst.
Michelle gesteht den Kontakt offen ein. "Wir haben uns dann einmal getroffen. In diesem Moment hat mir das sehr viel Sicherheit gegeben". Auch Marlon bestätigt den Schritt. "Mir war klar, dass wenn es sich bei der Kontaktaufnahme tatsächlich um meine zukünftige Ehefrau handelt, ich sie so oder so heiraten werde". Zugleich betont er: "Es ist also nicht empfehlenswert, es mir gleichzutun".
Sender und Produktion prüfen inzwischen, ob dem Paar Kosten wie die Flitterwochen in Rechnung gestellt werden können. Auch die Verträge für kommende Staffeln werden nun überarbeitet.