Der "Meediiiaaa Shoooop"-Jingle ist wohl vielen Österreichern ein Begriff, vor allem jenen, die gerne Mal frühmorgens den TV laufen haben. Im Nacht- bzw. Frühprogramm einiger Sender fand man dort jahrelang die Dauerwerbesendung von Mediashop, in der Haushaltsprodukte wie "Nicer Dicer" und Co. bestellt werden konnte (ein Countdown verdeutlichte dabei oft das vorgebliche Ablaufen der "unschlagbaren Angebote").
Damit ist bald Schluss. Wie am Donnerstag bekannt wurde, ist der Österreich-Ableger insolvent. Das Unternehmen wird einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Wiener Neustadt stellen.
Die Schulden betragen aktuell schon 45 Millionen Euro, 160 Mitarbeiter sind betroffen. Das 1999 gegründete Unternehmen soll jedoch fortgeführt werden, bietet seinen Gläubigern dafür eine Quote von 20 Prozent.
Verantwortlich soll das geänderte Konsumverhalten sowie der enorme Marktdruck gegenüber großen Handelskonzernen sein. Erst im Herbst wurde ein neuer CEO bestellt. Auch dieser kam aber zum Schluss, dass eine Fortführung des Unternehmens in der bisherigen Struktur wirtschaftlich nicht darstellbar ist.
Künftig will sich Mediashop mehr auf digitale Vertriebskanäle konzentrieren, dafür einen strategischen Investor hinzuziehen.