Tweet bringt Sprecher von Strache in Bedrängnis

Der Pressesprecher des Vizekanzlers, Martin Glier.
Der Pressesprecher des Vizekanzlers, Martin Glier.Bild: picturedesk.com
Martin Glier, Pressesprecher von Vizekanzler Heinz-Christian Strache, steht in der Kritik. Er ritt auf Twitter einen Angriff auf einen Journalisten.

Es brodelt in der FPÖ: Nachdem "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk Informationen über eine Anfrage von Generalsekretär Peter Goldgruber beim Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) veröffentlichte, dabei aber nicht beim Innenministerium (BMI) angefragt haben soll, eskaliert ein Streit.

Konkret geht es darum, dass Goldgruber offenbar in Erfahrung bringen wollte, gegen welche Burschenschaften der BVT ermittelt hatte – mehr dazu hier. Das BMI will wegen dem Klenk-Bericht nun den Presserat einschalten und dementierte dem Bericht. Im Gegenzug veröffentlichte das BMI die Anfragen von Klenk, worüber sich dieser schockiert zeigt. "Was tut die Propagandatruppe? Veröffentlicht meine vergeblichen Interviewanfragen, um zu beweisen dass ich schlecht recherchiere", so Klenk auf Twitter.

"Geh in den Park spielen"

Und: "Mich würde ja interessieren aufgrund welcher rechtlicher Grundlage der Innenminister meinen Antrag nach dem Auskunftspflichtgesetz und meine Mails veröffentlicht. Vielleicht sollte man das auch mal von der StA klären lassen. Er ist Behörde und hat das Amtsgeheimnis. Ich nicht." Auf diesen Tweet schaltete sich schließlich der Pressesprecher von Vizekanzler Heinz-Christian Strache, Martin Glier, ein.

Seine Antwort fiel wenig sachlich aus: "Heißer Tipp an @florianklenk: Nimm Dir ein Küberl und Schauferl und geh in den Park spielen, aber hör auf den Innenminister anpatzen zu wollen. Der ist super, auch wenns Dir nicht passt!", ließ Glier wissen und versah seinen Tweet mit einem Bussi-Emoji. Nun steht Glier unter Druck, denn Dutzende Leser finden seine Antwort extrem niveaulos.

"Sie sind wirklich Pressesprecher?"

"In einer Demokratie würde man dem Pressesprecher nach so einer Meldung ein Schauferl und Küberl in die Hand drücken", "Sind sie wirklich Pressesprecher? Ihr Ton ist ja wirklich das Letzte. Damit tun sie ihrem Arbeitgeber keinen Gefallen" oder "Und für sowas zahl ich Steuern! Danke Herr Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass Sie so etwas ermöglichen!" sind nur einige der Reaktionen auf die Meldung des Pressesprechers.

Florian Klenk



@florianklenk

Kickls BMI hat 21 Leute für Social Media. Und 30 in der Kommunikationsabteilung. (Zum Vergleich: die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat 40 Ankläger). Was tut die Propagandatruppe? Veröffentlicht meine vergeblichen Interviewanfragen, um zu beweisen dass ich schlecht recherchiere.

8:58 PM - Oct 2, 2018

514

111 people are talking about this

Twitter Ads info and privacy

Über das Veröffentlichen von Mail- und SMS-Korrespondenzen zeigten sich gestern einige Journalisten auf Twitter verwundert, unter ihnen "ZiB2"-Moderator Armin Wolf.

Heißer Tipp an @florianklenk: Nimm Dir ein Küberl und Schauferl und geh in den Park spielen, aber hör auf den Innenminister anpatzen zu wollen. Der ist super, auch wenns Dir nicht passt! 😘 (red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Wiener WohnenGood NewsPolitikInnenpolitikFPÖPolitik

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen