Twitter lacht über Kurz' alten Parteispenden-Sager

Im ORF-Sommergespräch 2017 sprach ÖVP-Chef Sebastian Kurz über Parteispenden. Zwar war damals nicht so ein großes Thema wie jetzt, die Passage ist aber dennoch interessant.
"Die Rache der Journalisten an den Politikern ist das Archiv", sagte schon der legendäre ORF-Moderator Robert Hochner. In dessen Geist greifen sich die österreichischen Twitter-User gerade kollektiv an den Kopf, während sie sich einen zwei Jahre alten TV-Ausschnitt von ÖVP-Chef Sebastian Kurz anschauen.

Er ist – gerade bei der derzeitige Debatte um die Parteispenden – brisant.

"Wenn ich Spenden intransparent sammeln würde, dann können Sie zu recht annehmen, dass ich irgendein Problem damit hab', die Personen öffentlich zu machen, dass es da vielleicht den Versuch gibt, Politiker zu kaufen", sagte Kurz damals im ORF-Sommergespräch 2017 zu Moderator Tarek Leitner.

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Horten-Spende



Die derzeitige Debatte macht das Zitat wieder brisant. Erst am Dienstag legte die ÖVP offen, dass sie in den vergangenen zwei Jahren über 2,7 Millionen Euro bekam. Fast eine Million kam von einer einzigen Spenderin, der Kaufhaus-Erbin Heidi Goess-Horten.

Kurz befand sich damals – wie heute auch – im Wahlkampf. Der Unterschied: Diesmal wird über Parteispenden heftig diskutiert, es gibt neue, schärfere Gesetze. Um den zwei Jahre alten Satz nicht aus dem Zusammenhang zu reißen: Im Jahr 2017 galten noch die alten Regeln in Sachen Parteispenden-Transparenz. Über eine Spende von Heidi Horten im Jahr 2017 ist nichts bekannt.

(csc)

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