U-Haft für 12 Greenpeace- Aktivisten in Russland

Nach dem Greenpeace-Protest in der Arktis hat ein russisches Gericht zunächst zwölf der Aktivisten in Untersuchungshaft nehmen lassen. Es bestehe Fluchtgefahr, entschied Richter Alexander Schochin in der Stadt Murmansk am Donnerstag. Das teilte Greenpeace über Twitter mit.

Nach dem mit.

Greenpeace weist die Vorwürfe zurück.

Einer der Inhaftierten, Denis Sinjakow, ist ein bekannter russischer Pressefotograf. Er war von Greenpeace angeheuert worden, um die Fahrt der "Arctic Sunrise" zu dokumentieren. "Das kriminelle Vergehen, dessen ich beschuldigt bin, heißt Journalismus. Ich werde das weiterhin tun", sagte Sinjakow.

Mit vorgehaltener Waffe festgenommen

"Sie haben geplant, die Ölplattform zu besetzen mit dem Ziel, die Kontrolle darüber zu erlangen", warf der namentlich nicht genannte Ermittler den Umweltschützern vor. Greenpeace hingegen betont, die Aktivisten hätten friedlich und aus Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis ein Transparent an der Plattform des Staatskonzerns Gazprom in der Petschorasee anbringen wollen.

Inzwischen ist auch ein Video aufgetaucht, das den dramatischen Einsatz der russischen Küstenwache zeigt. Das Schiff der Küstenwache feuert mehrere Warnschüsse ab. Die Aktivisten berichteten, sie seien mit vorgehaltener Waffe festgenommen worden, obwohl sie ihre friedlichen Absichten klar kommuniziert hätten.

Die Aktivisten seien in Handschellen in den Saal geführt worden, teilte die Organisation über Twitter mit. Dort mussten sie - wie in Russland üblich - in einem Käfig die Verhandlung verfolgen. Die Aktivisten wurden in sechs Gruppen jeweils einem Richter zugeteilt. Die Umweltorganisation sprach von einem historischen Prozess. Das Staatsfernsehen übertrug live aus dem Gerichtsaal.

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