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Über 5.000 Euro monatlich mit virtuellen Drogen

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:28

Ein Niederländer entwickelt einen Mod, mit dem die Spielfiguren "Sims" Drogen nehmen können. Und verdient damit außerordentlich viel Geld.

Die meisten von uns dürften bereits ziemlich viel Spaß mit "Die Sims" gehabt haben. Alleine die unzähligen Möglichkeiten, mit denen man seine digitale Familie quälen oder verwöhnen kann, sind fesselnd (Stichwort Swimmingpool).

Und auch ansonsten eignet sich das Spiel fürs Umsetzen anderer Fantasien: Man kann sich eine Familie mit dem Traumpartner erstellen, statt in einer heruntergekommenen Studenten-WG in einer Luxusvilla hausen oder sich einen cooleren Job besorgen als jeden Morgen in ein Großraumbüro zu wanken, um mit Excel und Telefon den Big-Boss etwas reicher zu machen.

Kurzum: Wenn man keine Kinder hat, ist "Die Sims" die beste Methode, um irgendjemand anderen zum Erfüllen der eigenen Träume zu zwingen. Und dank eines niederländischen Hobbyprogrammierers kann man seine virtuellen Alter Egos jetzt auch in Drogenjunkies verwandeln.

Von Gras bis MDMA

Der unter dem Nicknamen Basemental bekannte Holländer wollte eigentlich nur in "Die Sims 4" ein virtuelles Modell seiner Küche basteln, um die anstehende Renovation besser zu planen. Dann stolperte er über usergenerierte Objekte wie Bongs oder Koks-Linien, stellte sich diese in die digitale Küche und war etwas frustriert, dass seine Sims die Dinger nicht wirklich nutzen können.

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Basemental nahm sich vor, besser programmieren zu lernen, damit seine Sims Gras rauchen können. Etwa ein Dreiviertel Jahr später ist seine Modifikation für "Die Sims 4" immer noch nicht vollständig abgeschlossen, aber sie erlaubt es Sims bereits jetzt nicht nur Gras, sondern auch Kokain, Amphetamin oder MDMA zu konsumieren und zu verkaufen. Und das ziemlich realistisch: Die Figuren entwickeln Abhängigkeiten und negative Charakterzüge und erhalten dauernd Telefonate von Freunden, die gerne etwas Weißes kaufen würden. Daily Business halt.

1.700 Menschen spenden

Ist das nicht drogenverherrlichend oder gar gefährdend für die Zocker? "Von all den Leuten, die meine Modifikation spielen, würden viele kaum so was im normalen Leben tun", erklärt der Entwickler gegenüber "Kotaku". "Genauso wie Menschen auch nicht auf den Straßen Fremde niederschießen, wenn sie 'Grand Theft Auto' spielen."

Die Spiel-Modifikation mit dem Namen "Basemental" gibts im Netz gratis herunterzuladen. Auf Vorschlag eines anderen "Die Sims"-Fanprogrammierers aus einem Forum für Sex-Modifikationen setzte der Entwickler ein Patreon auf. Und unerwarteterweise scheint die Fangemeinde für digitale Drogen ziemlich groß zu sein. Knapp 1.700 Menschen spenden monatlich insgesamt über 5.000 Euro, um die Entwicklung von Drogenkarrieren und Haschbrownies für Sims zu supporten. (dan/red/Tilllate)

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