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Überwachungvorwürfe in Wiener Gemeindespitälern

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:45

Die Aufregung in Wiens öffentlichen Spitälern reißt nicht ab: Nach Mobbing-Vorwürfen im AKH wurde nun bekannt, dass sich die Ärzte in zwei Gemeindespitälern alle 30 Minuten auf einem Smartphone-ähnlichen Gerät melden müssen. Der Vorwurf von "Überwachung" steht im Raum.

Die Aufregung in Wiens öffentlichen Spitälern reißt nicht ab: Nach wurde nun bekannt, dass sich die Ärzte in zwei Gemeindespitälern alle 30 Minuten auf einem Smartphone-ähnlichen Gerät melden müssen. Der Vorwurf von "Überwachung" steht im Raum.

Wie der "Kurier" berichtet, wurde am Freitag begonnen, die Ärzte in Gemeindespitälern mit technischen Geräten auszustatten, auf denen künftig die Tätigkeiten im Nachtdienst dokumentiert werden sollen. Damit nicht vergessen wird, soll das Smartphone-ähnliche Gerät die Ärzte mit einem Piepston erinnern.
Als Tätigkeiten stehen dabei etwa "Arbeit am Patienten in Station", "Arbeit am Patienten in OP", "Dokumentation" oder "Angehörigengespräch" zur Auswahl. Vor Beginn des Dienstes wird das Gerät beim Sekretariat abgeholt, danach wieder abgegeben. 

"Kommt völlig überraschend"

Die Ärzteschaft kündigte eine genau Prüfung an: "Mit den Ärzten hat niemand gesprochen. Das kommt völlig überraschend in der Vorweihnachtszeit. Man hat uns nicht erklärt, was beabsichtigt wird damit. Man hat uns nicht erklärt, was mit den Daten passiert, die erhoben werden, wer Zugriff auf die Daten hat", sagt Wolfgang Weismüller, Vorsitzender des Personalgruppenausschusses Ärztinnen und Ärzte, gegenüber "Radio Wien". 

Die Geräte sollen keine Dauerlösung werden, wie Udo Janßen, der Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes, erklärte: Die Tätigkeitserfassung soll nach sieben Wochen beendet werden und völlig anonym erfolgen. 

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