Nach 94 Minuten erlöste Schiedsrichterin Kateryna Manzul die ÖFB-Spielerinnen mit dem Schlusspfiff. Schon Minuten zuvor stand Teamchefin Fuhrmann an der Seitenlinie, zeigte bereits auf die Uhr. Norwegens Celin Bizet (89.) und Ada Hegerberg (92.) scheiterten mit zwei Topchancen, Torfrau Manuela Zinsberger hielt den Sieg fest. So entschied Nicole Billas Kopfball in der 37. Minute die Partie.
Damit hat es Österreichs Frauenteam bei der zweiten EM-Endrunde in Folge ins Viertelfinale geschafft. Und das in einer starken Gruppe mit den favorisierten Engländerinnen und eben Norwegen, immerhin Nummer elf der Weltrangliste. "Wir sind überglücklich, diese Sensation geschafft zu haben", strahlte Fuhrmann, die Minuten nach dem Schlusspfiff bereits wieder gelassen wirkte, währen ihre Spielerinnen "Oh, wie ist das schön" auf dem Rasen zum Besten gaben.
"Es war vor allem in der ersten Halbzeit eine fantastische Leistung. Wir haben den Gegner dominiert, nichts zugelassen", lobte die Teamchefin. Im zweiten Durchgang waren die Skandinavierinnen dann stärker geworden. "Man hat gesehen, dass wir weniger Zugriff hatten, die Kräfte nachgelassen haben. Aber wir haben den Kasten sauber halten können. Das haben wir uns hart erarbeitet. Ich kann gar nicht in Worte fassen, dass wir in dieser sehr schweren Gruppe das Viertelfinale erreicht haben. Wir haben es geschafft, die Koffer nicht packen zu müssen", so Fuhrmann.
Nun warten die Lieblingsgegnerinnen aus Deutschland. Das Viertelfinale steht am Donnerstag, 21 Uhr, in Brentford auf dem Programm. "Das hört sich noch etwas unrealistisch an. Wir wissen, dass Deutschland eine Übermacht ist, jetzt wollen wir den morgigen freien Tag genießen und uns dann vorbereiten."