Ukraine

Überraschende Wende – Putin-Vertrauter will Waffenruhe

Der Putin-Vertraute und belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat zu einer Waffenruhe in der Ukraine aufgerufen.

Der belarussische Präsident ruft zu einer Waffenruhe "ohne Vorbedingungen" in der Ukraine auf.
Der belarussische Präsident ruft zu einer Waffenruhe "ohne Vorbedingungen" in der Ukraine auf.
NATALIA KOLESNIKOVA / AFP / picturedesk.com

"Es muss jetzt aufhören, bevor es noch weiter eskaliert", sagte Alexander Lukaschenko am Freitag in einer Rede an die Nation. Der belarussische Präsident ruft zu einer Waffenruhe "ohne Vorbedingungen" in der Ukraine auf. "Alle territorialen Fragen, Wiederaufbau, Sicherheit und andere Themen sollten und können am Verhandlungstisch geklärt werden", sagte der enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Lukaschenko warnte weiter, der Dritte Weltkrieg sei am Horizon sichtbar. Zugleich warf er dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski vor, nicht zu Verhandlungen bereit zu sein und warnte ihn vor der allgemein erwarteten ukrainischen Gegenoffensive. Diese würde Verhandlungen zwischen den Regierungen in Moskau und Kiew unmöglich machen.

Putin stationiert Atomwaffen in Belarus

Dieser Vorschlag kommt insofern auch überraschend, als dass Putin erst kürzlich eine Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus angekündigt hat. "Zum Schutz des eigenen Landes vor dem Westen, der plane, Belarus zu erobern und zu zerstören", so Lukaschenko noch vor einer Woche. Solche Waffen sind für den Einsatz auf dem Schlachtfeld gedacht und haben eine relativ geringe Reichweite. Strategische Langstreckenraketen sind schlagkräftiger und mit Atomsprengköpfen ausgestattet, die ganze Städte auslöschen können.