Drohung weiterhin aufrecht

UEFA macht deutlich: Fußball-Boykott geht weiter

Die UEFA lässt nicht locker. Trotz des FIFA-Rückziehers beim Investorenplan bleibt die angekündigte Boykott-Drohung gänzlich aufrecht.
Sport Heute
06.08.2026, 20:11
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Die Europäische Fußball-Union UEFA hält im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Druck aufrecht. Trotz des Rückzugs der FIFA-Pläne für den Verkauf von Anteilen an externe Investoren hält die UEFA an ihrem Boykott der Wettbewerbe des Weltverbandes fest. Das geht aus einer UEFA-Erklärung laut "SID" hervor. Zudem bekräftigte die UEFA, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren.

Die UEFA-Verbände hätten ihre Bedingungen für eine Rückkehr zu FIFA-Wettbewerben klar formuliert. Demnach müsse der Plan zum Verkauf von Anteilen an den wichtigsten FIFA-Wettbewerben zurückgezogen werden und zudem sichergestellt werden, "dass derartige Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden", so die UEFA. "Diese Bedingungen sind nicht erfüllt", erklärte Europas Fußballverband.

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Unterstützung für Infantino, UEFA schießt zurück

Die FIFA-Führung hatte am Mittwoch nach einer Krisensitzung ihrer Spitzenfunktionäre in Marokko "Fehler" eingeräumt und für das inzwischen aufgegebene Vorhaben um Entschuldigung gebeten. Zugleich sprach sie Infantino ihre "volle Unterstützung" aus und verwies darauf, dass er als einziger von den 211 Mitgliedsverbänden gewählter Verantwortlicher an der Spitze des Weltverbandes stehe.

Die Unterstützung aus der FIFA-Führung ändere jedoch nichts, entgegnete die UEFA. Die Erklärung stamme von "einigen Personen, die vom FIFA-Präsidenten beschäftigt werden und deren Karriere von seinem Wohlwollen abhängt".

Boykott schon ab 5. September?

Infantino, der bislang der einzige erklärte Kandidat für die Wiederwahl im März 2027 ist, steht seit der überraschenden Vorstellung des inzwischen zurückgezogenen Investorenplans in der vergangenen Woche massiv in der Kritik. Besonders die UEFA und der nord- und mittelamerikanische Kontinentalverband CONCACAF hatten sich entschieden gegen das Vorhaben gestellt.

Mit der neuerlichen Boykott-Drohung hält Europas Verband den Druck auf Infantino aufrecht. Gut möglich, dass der Boykott bereits am 5. September greifen könnte. Da steigt nämlich die U17-Weltmeisterschaft der Frauen in Polen. Das ist ein FIFA-Bewerb und mit Gastgeber Polen, sowie den Topfavoritinnen aus Spanien, Frankreich, Italien, Portugal und England sind sechs europäische Teams qualifiziert.

Im Oktober steigen dann die Play-off-Spiele für die Frauen-WM 2027 in Brasilien. Mit Österreich. Auch die könnten boykottiert werden.

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