Eklat bei einer Veranstaltung in Bad Honnef: Boris Becker wurde kurz vor einem Bühnenauftritt von einem Gerichtsvollzieher und der Polizei gestoppt. Seine Armbanduhr wurde beschlagnahmt – eine sogenannte Taschenpfändung.
Hintergrund ist der erbitterte Unterhaltsstreit um den gemeinsamen Sohn Amadeus. Laut einem Londoner Gerichtsurteil muss Becker monatlich 8.000 Pfund (rund 9.200 Euro) für seinen Sohn bezahlen.
Wie BUNTE berichtet, bestätigte Lillys Anwalt Dr. Michael Scheele die Pfändung. Er fordert, Becker solle "gerichtliche Entscheidungen respektieren und damit beginnen, seine erhebliche Schuld zu tilgen".
Aus dem Lager des ehemaligen Wimbledon-Siegers klingt es völlig anders. Sein Medienanwalt Christian-Oliver Moser spricht von "sinnlosen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen in der Öffentlichkeit", die "sicherlich kurzfristig gerichtlich gestoppt werden".
Der Anwalt wirft Lilly vor, es gehe ihr um "ureigene Interessen" statt ums Kindeswohl. Boris habe ein "großzügiges Vergleichsangebot" gemacht: 8.000 Euro monatlich plus 100.000 Euro als Einmalzahlung.
Juristisch ist der Unterhalt weiterhin nicht endgültig geklärt. Mittendrin steht Sohn Amadeus, um den beide Seiten öffentlich kämpfen. Die aufgelaufenen Unterhaltsrückstände belaufen sich auf rund 415.000 Euro.