Ukraine: Haben Rebellen Flüchtlinge beschossen?

Trotz des neuen Vermittlungsversuchs in der Ukraine-Krise gehen die Kämpfe im Osten des Landes unvermindert weiter. Aus den Separatistenhochburgen Donezk und Luhansk wurde am Montag starkes Artilleriefeuer gemeldet. Kiew warf den prorussischen Separatisten den Beschuss eines Flüchtlingskonvois vor. Dabei wurden laut Armee "zahlreiche" Menschen getötet, darunter Frauen und Kinder.
Trotz des neuen Vermittlungsversuchs in der Ukraine-Krise gehen die Kämpfe im Osten des Landes unvermindert weiter. Aus den Separatistenhochburgen Donezk und Luhansk wurde am Montag starkes Artilleriefeuer gemeldet. Kiew warf den prorussischen Separatisten den Beschuss eines Flüchtlingskonvois vor. Dabei wurden laut Armee "zahlreiche" Menschen getötet, darunter Frauen und Kinder.

Die Rebellen hätten die fliehenden Zivilisten nahe Luhansk Montagfrüh mit aus Russland gelieferten Mörsern und Grad-Raketenwerfern beschossen, heißt es von der ukrainischen Armee. "Zahlreiche Zivilisten" sollen bei dem Angriff getötet worden sein. Die Flüchtlinge seien "mitten in die Kampfzone" geraten. Die Rebellen bestreiten einen Beschuss des Flüchtlingskonvois.

Verhandlungen ohne Ergebnis

In der Nacht auf Montag ging ein der Außenminister Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs ohne konkrete Ergebnisse zu Ende. Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin sprach von "schwierigsten Gesprächen" und sah keine Annäherung zwischen Moskau und Kiew. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf der Ukraine vor, von ihren Bedingungen für eine Waffenruhe nicht abzurücken.

Wird weitergeredet?

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sah Fortschritte in einzelnen Punkten. Über den Verlauf der fünfstündigen Beratungen wurde Stillschweigen vereinbart. Die Außenminister wollen nach Konsultationen mit ihren Staats- und Regierungschefs am Dienstag entscheiden, ob sie die Gespräche fortsetzen.

Hilfskonvoi steckt weiter fest

Der Hilfskonvoi mit 280 Lastwagen und 2.000 Tonnen Hilfsgütern war am 12. August im Raum Moskau losgefahren, wurde aber an der Grenze aufgehalten. Die Ukraine befürchtete, dass unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe auch Waffen in die Ostukraine eingeschleust werden könnten. Seither .
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