Die beiden Länder hätten eine Feuerpause bis einschließlich Montag sowie den Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen vereinbart, erklärte Trump auf seinem Onlinedienst Truth Social. Er hoffe, dies sei "der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart geführten Krieges".
Kurz darauf ordnete der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj per Dekret an, dass sein Land die für Samstag geplante russische Parade zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren nicht unter Beschuss nimmt.
"Für die Dauer der Parade" werde der Rote Platz in Moskau "vom Plan für den Einsatz ukrainischer Waffen ausgenommen", heißt es in der Anordnung.
Selenskyj bestätigte überdies, dass die Feuerpause am Samstag, Sonntag und Montag gelte und Russland einem Gefangenenaustausch zugestimmt habe. Auch der außenpolitische Berater von Russlands Staatschef Wladimir Putin, Juri Uschakow, bestätigte die Feuerpause und den Gefangenenaustausch.
Am Samstag gedenkt Russland des Sieges über Nazi-Deutschland vor 81 Jahren. Zur Feier des Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs ist in Moskau eine Militärparade geplant. Anders als in den vergangenen Jahren sollen aber keine Panzer oder anderes schweres militärisches Gerät auffahren.
Das russische Verteidigungsministerium hatte mit einem Vergeltungsangriff gedroht, sollte die Ukraine das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai attackieren. Moskau rief die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ausländische Diplomaten auf, die Stadt "rechtzeitig" zu verlassen.
Der ukrainische Staatschef Selenskyj hatte zuvor ausländische Politiker vor der Teilnahme an der Militärparade in der russischen Hauptstadt gewarnt. "Ein seltsamer Wunsch, gerade in diesen Tagen. Wir raten davon ab", sagte er.