Keine Panzer am Roten Platz

Mit "Ukraine-Erlaubnis": Militärparade in Moskau

Russland hat seine traditionelle Militärparade in Moskau abgehalten – diesmal ohne Panzer. Putin rechtfertigte dabei erneut den Krieg in der Ukraine.
Newsdesk Heute
09.05.2026, 11:53
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Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat in Moskau am Samstag die traditionelle Militärparade zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs begonnen. Wegen der Angst vor möglichen ukrainischen Angriffen verzichtete Russland diesmal auf Panzer und anderes schweres Militärgerät auf dem Roten Platz.

Der Aufmarsch startete kurz nach 10 Uhr Ortszeit mit Soldaten, die eine große russische Flagge über den Roten Platz trugen. Bilder davon wurden im russischen Staatsfernsehen übertragen.

Auch die Zahl der internationalen Gäste fiel heuer deutlich kleiner aus als in den vergangenen Jahren. Die Feierlichkeiten standen erneut ganz im Zeichen des Kriegs in der Ukraine.

Kremlchef Wladimir Putin nutzte seine Rede für scharfe Worte gegen den Westen. Die russische Armee kämpfe in der Ukraine gegen "aggressive", von der Nato unterstützte Streitkräfte, sagte Putin. Die "große Leistung" der Roten Armee im Kampf gegen Nazi-Deutschland inspiriere die heutigen Soldaten bei ihrem Einsatz in der Ukraine. Moskaus Sache sei "gerecht".

Waffenruhe angekündigt

An der Parade nahm auch Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow teil. Er dankte Angehörigen der Streitkräfte für ihren Einsatz – darunter ausdrücklich auch nordkoreanischen Soldaten. Laut russischem Staatsfernsehen hätten diese die russischen Truppen bei der Rückeroberung der Region Kursk im Frühjahr 2025 unterstützt.

Rund um die Parade galt eine von US-Präsident Donald Trump angekündigte dreitägige Waffenruhe. Sowohl Moskau als auch Kiew bestätigten die Vereinbarung. Diese soll auch den Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen umfassen.

Ukraine "erlaubt" Parade

Für zusätzliche Spannungen sorgte ein Dekret des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser veröffentlichte am Freitag einen Erlass "Über die Durchführung einer Parade in Moskau" inklusive der Koordinaten des Roten Platzes, die laut dem Dokument von ukrainischen Angriffen ausgenommen werden sollen.

Im Kreml stieß das auf heftige Kritik. "Wir brauchen von niemandem eine Erlaubnis", sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow vor Beginn der Parade im russischen Staatsfernsehen. "Wehe dem, der versucht, sich über den Tag des Sieges lustig zu machen und solche dummen Witze zu reißen", fügte er hinzu.

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