Neben der Angst vor einem möglichen Angriff der Ukraine auf eine der Paraden zum "Tag des Sieges" am 9. Mai soll Russlands Präsident Wladimir Putin auch zunehmend vor Feinden aus den eigenen Reihen fürchten.
Wie CNN unter Berufung auf einen Bericht eines europäischen Geheimdienstes berichtet, herrschen strikte Sicherheitsvorkehrungen. Jeder, der mit Putin in Kontakt kommen könnte, muss sich an strenge Regeln halten.
So dürfen Köche, Leibwächter und Fotografen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Des Weiteren soll es doppelte Kontrollen des Personals geben. Auch auf Handys mit Internetzugang müssen Menschen in der Nähe des russischen Machthabers verzichten.
Zudem soll sich Putin auch im Hinblick auf Reisen zurückhalten. Militärbasen besuche der Kreml-Chef nicht mehr, auch seine Residenzen werden von ihm gemieden. In Moskau sei er nur in großen Fahrzeugkolonnen unterwegs. Begleitet werde Putin immer von Bodyguards. Immer wieder soll der russische Präsident auch in Bunkern untertauchen. Für die Raketenabwehr wurden an seinen Aufenthaltsorten Systeme vom Typ "Pantsir-S1" installiert.
Laut dem Bericht gibt es mehrere Auslöser für die wachsende Nervosität im Kreml. Zum habe es eine Serie von Anschlägen auf hochrangige Militärvertreter gegeben. Doch auch die Gefahr von Innen bereite Putin Sorgen. Wirtschaftliche Probleme, Streitigkeiten und Rückschläge im Ukraine-Krieg erhöhen die Gefahr eines Putschversuchs.
Dabei soll sich Putin vor allem vor Mitgliedern der russischen Polit-Elite fürchten. Ein Beispiel dafür soll Ex-Verteidigungsminister Sergei Schoigu sein. Er wurde vor zwei Jahren zum Sekretär des russischen Sicherheitsrates gradiert. Nun sorgt sich der Kreml-Chef offenbar wegen des militärischen Einflusses seines Ex-Ministers.