Drei Passagiere verstorben

Drama um Seuchenschiff – das ist zu den Toten bekannt

Tragödie auf hoher See: Auf einem Kreuzfahrtschiff brach das Hantavirus aus. Nun kamen Details zu den Opfern und zum zeitlichen Ablauf ans Licht.
Newsdesk Heute
04.05.2026, 20:43
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Was als schöne Kreuzfahrt begann, wurde für knapp 150 Menschen zu einem wahren Albtraum. An Bord der "MV Hondius" brach das Hantavirus aus. Dabei handelt es sich um eine Atemwegserkrankung, die in manchen Fällen sogar tödlich enden kann.

Von den Kreuzfahrtpassagieren, die von Argentinien nach Kap Verde unterwegs waren, sind bisher drei Personen verstorben – "Heute" berichtete. Nun hat sich die betroffene Reederei "Oceanwide Expeditions"auf "Heute"-Anfrage zu Wort gemeldet. Demnach spielten sich die tragischen Ereignisse an Bord wie folgt ab:

Das Protokoll der Tragödie

Bereits am 11. April verstarb ein Passagier auf dem Schiff, wobei die Todesursache nicht festgestellt werden konnte. Die Leiche des 70-Jährigen wurde am 24. April auf der britischen Insel St. Helena von Bord gebracht. Dabei hat seine 69-jährige Ehefrau die Rückführung begleitet.

Besonders tragisch: Am 27. April wurde "Oceanwide Expeditions" darüber informiert, dass der Zustand der Frau während der Rückreise verschlechtert hatte. Sie sei nach Südafrika evakuiert und dort in einem Krankenhaus verstorben. Bei dem Ehepaar handelte es sich um niederländische Staatsbürger. Die Reederei betont, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden könne, dass die "Todesfälle mit der aktuellen medizinischen Situation an Bord" zusammenhängen.

Das Drama sollte noch am selben Tag seinen Lauf nehmen: Ein weiterer Passagier wurde schwer krank und musste evakuiert werden. Bei ihm handelt es sich um einen 69-jährigen Briten. Er wird derzeit auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Johannesburg (Südafrika) behandelt. Bei diesem Passagier konnte das Hantavirus nachgewiesen werden.

Am 2. Mai kam es dann zum nächsten Todesfall an Bord. Laut "Oceanwide Expeditions" verstarb ein deutscher Passagier. Zudem befinden sich derzeit zwei Besatzungsmitglieder mit akuten Atemwegsbeschwerden auf dem Schiff. Sie sind britische und niederländische Staatsangehörige. Einer zeigt leichte und einer schwere Symptome. Beide benötigen dringend medizinische Versorgung. Weitere Betroffene soll es nicht geben.

Schiff darf nicht anlegen

Seitens "Oceanwide Expeditions" heißt es, dass nicht bestätigt wurde, ob der dritte Todesfall oder die beiden Erkrankten an Bord in Verbindungen mit dem Hantavirus stehen. Die Ursachenforschung dauert demnach an. In der Zwischenzeit liegt das Schiff weiter vor der Küste von Kap Verde. Das Anlegen wurde jedoch untersagt.

Der Reederei zufolge befinden sich 149 Personen aus 23 verschiedenen Ländern an Bord. Die Ausschiffung der Passagiere, die medizinische Evakuierung und die medizinische Untersuchung müssten jedoch durch die örtlichen Behörden genehmigt werden. Diese hätten das Schiff bereits besucht und die Lage beurteilt.

"Oceanwide Expeditions" arbeite "eng mit lokalen und internationalen Behörden zusammen". Darunter befinden sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das niederländische Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM), die zuständigen Botschaften und das niederländische Außenministerium.

Diese Orte könnte man ansteuern

Nun sollen die Vorbereitungen für eine mögliche medizinische Rückführung und die nächsten Schritte getroffen werden. Als Anlegeorte für die Ausschiffung würden Las Palmas oder Teneriffa in Betracht gezogen werden. Dort könnten auch weitere medizinische Untersuchungen und Maßnahmen durchgeführt werden.

Des Weiteren würden an Bord "strenge Vorsichtsmaßnahmen getroffen" werden. Dazu zählen "Isolationsmaßnahmen, Hygieneprotokolle und medizinische Überwachung". Die Reederei versichert, dass alle Passagiere informiert und betreut werden. Auch mit den Familien der Betroffenen stehe man in engem Austausch.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.05.2026, 20:43
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen