Die USA haben es bereits angekündigt, doch nun macht Präsident Donald Trump Ernst. Insgesamt 5.000 der rund 40.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten werden das Land des NATO-Partners verlassen.
Der Hintergrund dürfte Trumps Ärger über unüberlegte Aussagen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz sein. Schon vor einigen Tagen schimpfte der US-Präsident auf seinem Onlinedienst Truth Social über Merz:
"Der Kanzler von Deutschland, Friedrich Merz, denkt, es sei OK, wenn der Iran eine Atomwaffe besitzt. Er hat keine Ahnung, wovon er spricht! Hätte der Iran eine Atomwaffe, wäre die ganze Welt in seiner Gewalt. Ich tue gerade etwas in Bezug auf den Iran, was andere Nationen oder Präsidenten schon längst hätten tun sollen. Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!"
Wie die "Bild" berichtet, soll es sich bei den betroffenen Soldaten um die sogenannte Stryker-Brigade aus Vilseck in der bayerischen Oberpfalz handeln. Ein Plan, den Trump bereits im Jahr 2020 hatte. Die damalige Wahlniederlage gegen Joe Biden verhinderte das Vorhaben.
Für die Region dürfte der Abzug ein riesiger Verlust sein. Erst kürzlich wurde für die Soldaten und ihre Familien in Sulzbach und Amberg mit dem Bau von 36 Wohnhäusern begonnen. Ganze 49 Wohnhäuser um 20 Millionen Euro wurden bereits fertiggestellt. Ob das nunmehrige Bauvorhaben gestoppt wird, bleibt abzuwarten.
Auch der Bürgermeister von Vilseck, Thorsten Grädler, zeigte sich gegenüber dem "BR" betroffen. Demnach würden die Amerikaner einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die 6500-Einwohner-Stadt darstellen. "Ist schon heftig. Also, das trifft uns hart", wird der Stadtchef zitiert. Laut dem Bericht der "Bild" soll der Standort jedoch nicht geschlossen werden. Verbliebene Soldaten sollen dort stationiert werden.