Die Spannungen zwischen den USA und Deutschland erreichen einen neuen Höhepunkt. Das Pentagon hat den Abzug von rund 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Die Verlegung soll innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate erfolgen.
Offiziell begründet ein Pentagon-Sprecher den Schritt mit einer Prüfung der Truppenpräsenz in Europa und den Anforderungen der Einsatzgebiete. Doch der Zeitpunkt spricht eine andere Sprache.
Wie n-tv.de berichtet, ist der Auslöser für Trumps harte Maßnahme die scharfe Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz am Vorgehen der USA im Iran-Krieg. Trump konterte heftig: Merz habe keine Ahnung, wovon er rede.
Noch im Juni vergangenen Jahres hatten Trump und Merz einen Traumstart im Weißen Haus hingelegt. Doch binnen weniger Tage ist das Verhältnis dramatisch gekippt. Der US-Präsident kündigte gleich zwei Maßnahmen gegen Deutschland an: den Truppenabzug und erhöhte Zölle auf Autos aus der EU.
Aktuell sind rund 39.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Die Standorte sind nicht nur sicherheitspolitisch wichtig, sondern auch bedeutende Wirtschaftsfaktoren für die betroffenen Regionen. Tausende Deutsche arbeiten für das US-Militär.
Ob der Abzug tatsächlich umgesetzt wird, ist offen. Der US-Kongress hat eine Mindestanzahl von 76.000 Soldaten in Europa festgelegt. Theoretisch könnte Trump die Ankündigung auch als Druckmittel nutzen und wieder einlenken.