Wegen Ukraine-Krieg

Putins Prestige-Event wankt – Angst, Mangel, Absagen

Zum "Tag des Sieges" finden in Russland traditionell mehrere Militärparaden statt. In diesem Jahr in abgespeckter Form. Manche fallen gänzlich aus.
Newsdesk Heute
04.05.2026, 14:19
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Der Ukraine-Krieg rüttelt an der Propagandamaschinerie von Kreml-Chef Wladimir Putin! Normalerweise rollen zum "Tag des Sieges" am 9. Mai Panzer über den Roten Platz in Moskau – aber nicht in diesem Jahr. Scheinbar fehlt der russischen Armee die militärische Infrastruktur, um die Geräte zur Verfügung zu stellen.

So findet in der russischen Hauptstadt eine Parade in abgespeckter Form statt – keine Militärtechnik, nur marschierende Soldaten. Auch in St. Petersburg wurde ein kleinerer Aufmarsch angekündigt. Zudem werden dort anstatt 5600 Zuschauern lediglich 300 Schaulustige erwartet. Samara, Nischni Nowgorod und Krasnodar haben die Feierlichkeiten gar abgesagt. Der Grund: Angst vor ukrainischen Angriffen.

Wird Kiew Parade angreifen?

Diese Annahme wird von zwei Aussagen gestützt. Wie die "Bild" berichtet, sagte bereits der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass Russland sich die militärische Ausrüstung nicht mehr leisten könne und sich vor Drohnenangriffen fürchte. Aber auch der Kreml selbst habe bereits Alarm geschlagen. Demnach bezeichnete der Vizechef des Verteidigungsausschusses, Alexej Schurawljow, die Paraden als "gefährliches Ereignis".

Bereits in den letzten Wochen habe Moskau die Luftabwehr massiv verstärkt. Trotzdem schlug eine ukrainische Drohne in einem Hochhaus der Stadt ein. Auch Kreml-nahe Militärblogger wittern die Gefahr. So befürchtet der Kanal "Zwei Majore", dass Kiew die Parade in Moskau ins Visier nehmen könnte.

Eine Gefahr, die wohl auch die Anreise von internationalen Gästen verhindert. Noch im letzten Jahr war etwa Chinas Machthaber Xi Jinping dabei – in diesem Jahr bleibt sein Stuhl jedoch leer. Auch der slowakische Premier Robert Fico hatte seine Teilnahme abgesagt. Ein prominenter Name wird jedoch vertreten sein. Dabei handelt es sich um den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.05.2026, 14:19
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