Ein dramatischer Einsatz sorgt in Südafrika für Aufsehen: Ein Geschäftsmann verschwand in der Vorwoche, nachdem sein Auto beim Überqueren einer überfluteten Brücke im Komati-Fluss stecken blieb.
Als Einsatzkräfte eintrafen, war der Wagen leer – der Mann offenbar von den starken Strömungen mitgerissen worden.
Eine groß angelegte Suche begann. Taucher, Drohnen und Helikopter durchkämmten das Gebiet. Schließlich entdeckten Polizisten eine kleine Insel, auf der mehrere Krokodile in der Sonne lagen. Ein Tier fiel sofort auf: Es wirkte ungewöhnlich träge und hatte einen auffallend prallen Bauch.
Für Einsatzleiter Johant "Pottie" Potgieter war klar: Dieses Krokodil hatte wohl erst kürzlich Beute gemacht. "Es bewegte sich kaum, trotz des Lärms von Drohnen und Helikopter", schilderte er.
Das Tier wurde schließlich getötet. Dann folgte ein spektakulärer Einsatz: Ein Polizist wurde per Seil aus einem Helikopter direkt zum Krokodil abgeseilt. Er sicherte das rund 4,5 Meter lange und etwa 500 Kilo schwere Tier, bevor es aus dem Wasser gehoben wurde.
Im Kruger-Nationalpark wurde das Krokodil später untersucht. In seinem Inneren fanden Ermittler menschliche Überreste. Ob es sich tatsächlich um den vermissten Geschäftsmann handelt, sollen nun DNA-Tests klären.
Besonders makaber: Im Magen des Tieres entdeckten die Ermittler auch sechs verschiedene Paar Schuhe. Laut Polizei könnte das darauf hindeuten, dass das Krokodil schon mehrfach Menschen attackiert hat – sicher ist das jedoch nicht.