Tränen ohne Ende

Passagier des Hantavirus-Schiffs bricht sein Schweigen

Drei Passagiere tot, einer auf der Intensivstation, weitere Crew-Mitglieder sind erkrankt. Die Belastung für die übrigen Urlauber ist enorm.
Newsdesk Heute
04.05.2026, 15:12
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Es hätte eine der spektakulärsten Reisen im Leben der Passagiere werden sollen – und endete im blanken Horror. Anfang April brachen sie von Argentinien aus mit der MV Hondius zu einer 35-tägigen Atlantik-Expedition auf. Am Programm standen einige der abgelegensten Inseln der Welt. Genau auf diese freute sich Travel-Vlogger Jake Rosmarin aus Boston ganz besonders.

Auf TikTok nahm er seine rund 30.000 Follower auf den Trip mit. Dabei konnte er noch nicht ahnen, welches Schicksal er und die anderen Passagiere gegen Ende der Reise hin erleiden werden. Drei von ihnen überlebten die Kreuzfahrt nicht.

Hantavirus ausgebrochen

Wie bereits ausführlich berichtet, gab es auf dem Schiff der Oceanwide Expeditions mehrere Hantavirus-Fälle. Drei Betroffene sind mittlerweile verstorben. Darüber hinaus wird ein Passagier derzeit auf der Intensivstation in Johannesburg behandelt, und zwei Besatzungsmitglieder an Bord benötigen dringend medizinische Versorgung.

Die Behörden von Kap Verde verweigern dem Schiff aber das Anlegen im Hafen. "Zum Schutz der kapverdischen Bevölkerung" dürfen die Passagiere nicht von Bord, sagte die Chefin der nationalen Gesundheitsbehörden, Maria da Luz Lima. Für die Betroffenen wird die Lage immer belastender.

Was gerade das Schlimmste ist

TikToker Jake wollte sich eigentlich nicht öffentlich zu der Situation an Bord äußern. "Aus Respekt für die Betroffenen", ließ er auf der Kurzvideoplattform wissen. Montagmittag dürfte der Druck zu groß geworden sein. "Eigentlich würde ich so ein Video nie machen", steht über seinem Statement, das er unter Tränen vorträgt.

"Was hier gerade passiert, ist sehr echt. Wir sind nicht nur Geschichten, wir sind nicht nur Schlagzeilen, wir sind Menschen. Menschen mit Familien, mit einem Leben, mit Leuten, die zu Hause auf unsere Rückkehr warten."

Das Schlimmste gerade sei die Unwissenheit. "Alles, was wir gerade wollen, ist uns sicher zu fühlen, Klarheit zu haben und nach Hause zu können." Menschen ruft er dazu auf, bei den Berichten stets zu beachten, dass diese Causa echte Menschen betrifft.

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