Der Kreml hat es bereits angeboten, nun ist es fix! Die russische Armee hat am Montag eine einseitige Waffenruhe mit der Ukraine für den 8. und 9. Mai verkündet. An letzterem Tag feiern die Russen den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.
Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau geschehe dies "gemäß einer Entscheidung" des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Es könnte sich auch um einen taktischen Schachzug der Russen handeln.
Der "Tag des Sieges" wird nämlich im ganzen Land mit mehreren Militärparaden gefeiert. In diesem Jahr findet alles jedoch in kleinerem Rahmen statt. So sollen keine Panzer über den Roten Platz in Moskau rollen. Lediglich Soldaten werden marschieren. In St. Petersburg soll es ähnlich aussehen, während die Paraden in Samara, Nischni Nowgorod und Krasnodar ausfallen.
Seitens der Russen steigt nämlich die Angst vor einem ukrainischen Angriff während der Feierlichkeiten. Demnach bezeichnete der Vizechef des Verteidigungsausschusses, Alexej Schurawljow, die Paraden als "gefährliches Ereignis".
Mit der nunmehrigen Waffenruhe könnte man die Ukraine dazu bringen, auch nicht anzugreifen. Das Angebot der Feuerpause kam nämlich auch gleich mit einer entsprechenden Drohung. "Sollte das Kiewer Regime versuchen, seine kriminellen Pläne zur Störung der Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg umzusetzen, werden die russischen Streitkräfte einen massiven Vergeltungsraketenangriff auf das Zentrum von Kiew starten", so das Verteidigungsministerium.
Die Angst vor einem Angriff ist auf jeden Fall begründet, denn erst vor Kurzem schlug eine ukrainische Drohne in einem Hochhaus in Moskau ein – trotz verstärkter Luftabwehr.