Drohnen, Umsturz

Todesangst im Kreml: Putins Sicherheit massiv verstärkt

Im Kreml herrscht große Sorge: Neue Sicherheitsmaßnahmen sollen Staatschef Putin vor Attentaten und einem möglichen Staatsstreich schützen.
Newsdesk Heute
04.05.2026, 08:59
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Die persönliche Sicherheit von Russlands Präsident Wladimir Putin wurde in den letzten Monaten deutlich verstärkt. Laut einem Bericht einer europäischen Geheimdienstagentur wurden Überwachungssysteme in die Wohnungen enger Mitarbeiter eingebaut und zahlreiche neue Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Selbst Köche, Leibwächter und Fotografen, die mit Putin arbeiten, dürfen nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen.

Besucher von Putin müssen sich nun doppelten Kontrollen unterziehen. Mitarbeiter in seiner Nähe dürfen ausschließlich Telefone ohne Internetzugang verwenden. Die Zahl der Orte, die der Präsident regelmäßig aufsucht, wurde deutlich reduziert. Familienmitglieder und er selbst meiden ihre üblichen Aufenthaltsorte und reisen auch nicht mehr zu ihrer Sommerresidenz am Valdai-See.

Wie CNN berichtet, sind diese Maßnahmen eine Reaktion auf eine Serie von Attentaten auf ranghohe russische Militärs, die zu großer Unruhe im Sicherheitsapparat geführt haben. Die Sorge vor Drohnenangriffen und einem Staatsstreich ist im Kreml laut dem Geheimdienstdossier allgegenwärtig.

Wachsende Unsicherheit im Machtzentrum

Seit Beginn des Ukraine-Krieges 2022 hält sich Putin immer häufiger in modernisierten Bunkeranlagen auf, oft in der Region Krasnodar am Schwarzen Meer. In diesem Jahr hat er noch keine militärischen Einrichtungen besucht, im Gegensatz zu den regelmäßigen Reisen im Vorjahr. Um den Anschein von Normalität zu wahren, veröffentlicht der Kreml vorab aufgezeichnete Bilder und Videos von Putin.

Das Geheimdienstdossier zeigt, dass die russische Führung angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten, wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung und militärischer Rückschläge im Ukraine-Krieg zunehmend nervös ist. Berichten zufolge wurden die Schutzprotokolle auch deshalb verschärft, weil 2025 ein hoher General in Moskau ermordet wurde – offenbar von ukrainischen Agenten.

Sorge vor Verrat in den eigenen Reihen

Im Zentrum der neuen Sicherheitsdebatte steht der frühere Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Ihm wird laut Bericht ein möglicher Einfluss auf einen Staatsstreich gegen Putin zugeschrieben, nachdem kürzlich ein enger Vertrauter Schoigus festgenommen wurde. Die russischen Behörden werfen ihm unter anderem Korruption und Geldwäsche vor. Solche Ermittlungen gegen Mitglieder der militärischen Elite haben seit Kriegsbeginn stark zugenommen.

Das Dossier betont, dass Putin besonders die Gefahr von Attentaten mit Drohnen aus dem eigenen Machtzirkel fürchtet. Außerdem wird vermutet, dass die Veröffentlichung solcher Berichte von westlichen Nachrichtendiensten dazu dienen könnte, Misstrauen und Instabilität im Kreml zu schüren.

Veränderte öffentliche Auftritte Putins

Putin zeigt sich weiterhin regelmäßig in der Öffentlichkeit, zuletzt bei einem Treffen mit Tschetscheniens Machthaber Ramsan Kadyrow und dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Seit der COVID-19-Pandemie meidet er jedoch größere Nähe zu seinen Gästen und hält Besprechungen häufig per Video ab.

Unmittelbar vor der traditionellen Militärparade am 9. Mai in Moskau gab der Kreml bekannt, dass in diesem Jahr auf schweres Gerät wie Panzer und Raketen verzichtet wird – als Reaktion auf die erhöhte Bedrohungslage und die jüngsten ukrainischen Angriffe. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte: „Vor dem Hintergrund dieser terroristischen Bedrohung werden natürlich alle Maßnahmen ergriffen, um die Gefahr auf ein Minimum zu reduzieren.“

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