Welt

Ukraine: Radikale wollen die Armee entwaffnen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:20

Eine Gruppe Radikaler plant laut ukrainischer Regierung einen Einsatz auf der Krim. Demnach liegen Hinweise vor, dass Unbekannte am Samstag die ukrainischen Armee-Einheiten auf der Halbinsel entwaffnen wollen.

"Die ukrainischen Streitkräfte werden entsprechend der Gesetze der Ukraine und der Vorschriften der ukrainischen Armee reagieren", so das Verteidigungsministerium.

Aksjonow macht den Chef

Der neue Regierungschef auf der Krim hat vorübergehend die Befehlsgewalt übernommen. Die Truppen des Innenministeriums, des Geheimdienstes SBU sowie die Flotte, der Zivilschutz und andere Dienste hätten nun seinem Kommando zu folgen, so Sergej Aksjonow: "Wer nicht einverstanden ist, den bitte ich, den Dienst zu verlassen." Außerdem wandte sich Aksjonow mit einem Ersuchen an Russland. Er bat um Hilfe bei der Gewährleistung von Ruhe und Frieden.

Krim gegen Kiew

Aksjonow warf der ukrainischen Regierung in Kiew vor, die Verfassung der Autonomen Krim-Republik zu verletzen. So sei ohne Mitsprache der Krim-Führung etwa ein neuer Polizeichef ernannt worden, kritisierte er.

Noch tut sich nichts. Es gibt nur Augenzeugen, die Panzer gesehen haben wollen. Und außerdem sind in einigen Teilen der Region die Telefonverbindungen unterbrochen.

Moskau schickt Militärs

Schutz.

USA warnen Russland

US-Präsident Barack Obama warnte in einer nächtlichen Rede die Regierung in Moskau vor einer militärischen Intervention in der Ukraine. Die Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine hätte einen "Preis", so Obama. Der interne Konflikt sei vom ukrainischen Volk zu lösen.

UNO-Sicherheitsrat alarmiert

Bei der innerhalb weniger Stunden einberufenen Sitzung des Weltsicherheitsrats in New York beklagten sich die Ukrainer ebenfalls über den russischen "Verstoß gegen die territoriale Unversehrtheit". UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon schickte daraufhin einen Sondergesandten nach Kiew.

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