Ukraine setzt bei AKW neue Kamikaze-Drohnen ein

Drei russische Soldaten sollen bei dem Kamikaze-Angriff getötet worden sein.
Drei russische Soldaten sollen bei dem Kamikaze-Angriff getötet worden sein.20min/jd
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben Kampfdrohnen am von Russlands Armee besetzten Atomkraftwerk Enerhodar eingesetzt.

Laut ukrainischen Angaben wurde beim von Wladimir Putins Truppen besetzten Atomkraftwerk Enerhodar ein Kamikaze-Angriff mit Drohnen durchgeführt. Die Drohnen rasten demnach in Zelte, aus denen – wie ein Video zeigt – Dutzende russische Soldaten flüchteten. Drei russische Soldaten sollen bei dem Angriff getötet worden sein, zwölf wurden demnach verletzt. Auch russische Luftabwehr und ein Mehrfachraketenwerfer sollen zerstört worden sein. Unabhängig prüfen ließen sich diese Angaben nicht.

Mehr als 1000 russische Soldaten eingekesselt?

Im besetzten südukrainischen Gebiet Cherson sind Angaben aus Kiew zufolge zudem mehr als 1.000 russische Soldaten von ukrainischen Streitkräften eingekesselt worden. Unweit der Siedlung Wyssokopillja seien die Russen in eine "taktische Umzingelung" geraten, sagte der Berater von Präsident Wolodimir Selenski, Olexij Arestowytsch, am Freitagabend. Am Donnerstag hätten sie erfolglos einen Durchbruch versucht.

Unabhängig überprüfen ließen sich auch Arestowytschs Aussagen nicht. Eine Bestätigung von russischer Seite gab es zunächst nicht. Die ukrainische Armee hat bereits vor einiger Zeit die Eroberung des Dorfs Potjomkyne bestätigt. Im Generalstabsbericht war die Rede von russischen Bombardements des Orts. Wyssokopillja wurde nicht erwähnt.

Putin gehen die Raketen aus

Wladimir Putins Truppen gehen außerdem die Bodenraketen aus, berichtet der britische Geheimdienst. Nun setze die russische Armee auf Luftabwehrwaffen, um Ziele am Boden anzugreifen. Da diese Systeme eigentlich für den Abschuss von Flugzeugen sowie Raketen gedacht seien, könnten sie am Boden ihre Ziele verfehlen, berichtet das britische Verteidigungsministerium. Die Raketen könnten ganz woanders landen, als beabsichtigt. Dies könnte fatale Folgen für ukrainische Zivilisten haben.

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