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Ukrainer trifft erstmals, vergießt bittere Tränen

Andriy Yarmolenko bricht nach seinem ersten Saisontor für West Ham in Tränen aus. Sein Heimatland Ukraine wird von Russland angegriffen.

Sebastian Klein
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Andriy Yarmolenko mit einem emotionalen Torjubel.
Andriy Yarmolenko mit einem emotionalen Torjubel.
IMAGO Images

Große Emotionen! Andriy Yarmolenko leitet am Sonntag den 2:1-Heimsieg von West Ham United gegen Aston Villa ein. Der Ukrainer trifft in der 70. Minute zum zwischenzeitlichen 1:0. Mit dem Sieg klettern die Hammers an Tottenham und Wolverhampton vorbei auf den sechsten Platz der Premier League.

Für den 32-Jährigen ist es ein ganz besonderes Tor. Nicht nur, weil der Flügelspieler in der bisherigen Saison kaum zur Geltung gekommen war. Beim Torjubel wird deutlich, wie sehr ihn die fürchterliche Situation in seiner Heimat mitnimmt.

Yarmolenko bricht in Tränen aus, vergräbt sein Gesicht in den Händen, zeigt in den Himmel, lässt sich auf die Knie fallen. "Es war so emotional für mich", sagt der ehemalige Kollege von ÖFB-Star Marko Arnautovic (zwischen 2017 und 2019 bei West Ham) nach dem Abpfiff. "Ich will mich einfach bei meinen Kollegen bedanken, die mich in dieser schwere Zeit unterstützen. Und allen Briten Danke sagen. Ihr unterstützt uns."

Es sind bewegende Szenen. Im Publikum sind vereinzelt Ukraine-Flaggen zu erkennen, die Yarmolenko und seiner Heimat Solidarität im Krieg signalisieren sollen. Am 24. Februar startete Russland seinen Überfall auf das Nachbarland. Seitdem tobt in der europäischen Nation jener Krieg, der schon tausenden Zivilisten das Leben gekostet hat, Millionen zur Flucht zwingt. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Yarmolenko war vergangene Woche selbst nach Polen gereist, um seine geflüchtete Ehefrau und ein gemeinsames Kind abzuholen.

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    Nach ukrainischen Medienberichten ist es in der Nacht zu Mittwoch zu Gefechten mit der russischen Armee gekommen. In Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, haben russische Soldaten ein Krankenhaus angegriffen, meldete die Agentur Unian.
    Nach ukrainischen Medienberichten ist es in der Nacht zu Mittwoch zu Gefechten mit der russischen Armee gekommen. In Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, haben russische Soldaten ein Krankenhaus angegriffen, meldete die Agentur Unian.
    SERGEY BOBOK / AFP / picturedesk.com