Umfrage zeigt: Sebastian Kurz legt in Kanzlerfrage zu

Bundeskanzler Sebastian Kurz
Bundeskanzler Sebastian KurzFlorian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Laut einer "profil"-Umfrage konnte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der fiktiven Kanzlerfrage um zwei Prozentpunkte zulegen.

Trotz der scharfen Kritik der ÖVP am Ibiza-Untersuchungsausschuss sieht einer Mehrheit der Österreicher parlamentarische U-Ausschüsse prinzipiell positiv. So geben 54 Prozent an, diese wären ein probates Mittel, um politische Korruption aufzudecken. Dies zeigt eine vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für das aktuelle "profil" durchgeführte Umfrage. 30 Prozent halten demnach nichts von U-Ausschüssen, 16 Prozent machten keine Angabe.

Laut Umfrage hat der Streit um die verweigerte Akten-Lieferung an den Ibiza-U-Ausschuss Finanzminister Gernot Blümel weiter geschadet. Mittlerweile sind 54 Prozent der Bevölkerung der Meinung, Blümel solle zurücktreten. Dies sind um zehn Prozentpunkte mehr als im Februar nach der Hausdurchsuchung in Blümels Privatwohnung. 24 Prozent halten einen Rücktritt nicht für notwendig, 21Prozent machten keine Abgaben.

ÖVP legt zu, SPÖ verliert

In der Sonntagsfrage legt die ÖVP im Vergleich zum April um einen Prozentpunkt auf 34 Prozent zu. Allerdings sind dabei etwaige Einflüsse der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Sebastian Kurz nicht abgebildet. Die SPÖ verliert einen Prozentpunkt auf 23 Prozent, die FPÖ rangiert nun bei 18 Prozent (minus 1), die Grünen wie im April bei 12 Prozent, die NEOS unverändert bei 10 Prozent.

In der fiktiven Kanzlerfrage legt Sebastian Kurz – ebenfalls ohne Berücksichtigung der Ermittlungen – um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent zu. Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) liegt bei 15 Prozent (minus 1), Norbert Hofer (FPÖ) unverändert bei 11 Prozent, Werner Kogler (Grüne) wie im April bei 5 Prozent. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger kommt auf 5Prozent (minus 2).

In Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Situation glauben 56 Prozent der Bevölkerung, dass es derzeit gut ausschaue, aber niemand wisse, was im Herbst komme. 24 Prozent sind der Meinung, das Schlimmste liege hinter uns. Nur 11 Prozent sehen keinen Grund zur Entwarnung. (n=800, +/- 3,5 Prozent).

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