Umkämpfte Falklandinseln bleiben britisch

Die Bewohner der Falklandinseln haben sich in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. 98,8 Prozent stimmten mit Ja, wie Behördenvertreter in der Nacht zu Dienstag in der Hauptstadt Port Stanley mitteilten. Nur drei Stimmen seien dagegen gewesen, berichtete die britische Nachrichtenagentur Press Association. Die Falklandinseln sind zwischen Argentinien und Großbritannien umstritten, die deswegen 1982 einen Krieg mit Hunderten Toten führten.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 92 Prozent - stimmberechtigt waren genau 1.672 Menschen. Das von der lokalen Regierung ausgerufene Referendum hat keine bindende Wirkung für den Status der Inseln, die auch von Argentinien beansprucht werden. Argentinien hatte bereits angekündigt, dass es das Ergebnis nicht akzeptieren werde.

Die 400 Kilometer vom argentinischen Festland entfernten Falklandinseln oder Islas Malvinas befinden sich seit 1833 unter Kontrolle Großbritanniens, nachdem die britische Kolonialmacht die Vertreter der argentinischen Behörden vertrieben hatte.

Die Abstimmung wurde von den Falklandbewohnern selbst in die Wege geleitet. Es bestand kein Zweifel daran, dass die überwältigende Mehrheit der Bewohner des Archipels weiter zu Großbritannien gehören will. Argentinien deklarierte das zweitägige Referendum bereits im Vorfeld als "illegal".

Falklandkrieg mit hunderten Toten

Die argentinische Militärjunta hatte am 2. April 1982 die Invasion der von ihr beanspruchten Falklandinseln begonnen. Der bis zum 14. Juni andauernde Krieg endete für das südamerikanische Land mit einer Niederlage. 255 britische Soldaten starben, auf argentinischer Seite gab es 649 Tote.

APA/red

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