Politik

Umstrittener Grenzzaun für Flüchtlinge wird errichtet

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:09

Am Montag hat der Aufbau der ersten Zaunelemente an der steirisch-slowenischen Grenze in Spielfeld begonnen. Die Arbeiten werden in mehreren Etappen durchgeführt. Die Tiroler Firma, die den Zaun herstellt und das Bundesheer sind vor Ort mit den Arbeiten beschäftigt.

 

Die Tiroler Firma Geo-Alpinbau arbeitet derzeit an dem umstrittenen 2015.
Am Montag begann  mit dem Aufstellen der Steher. Das Tiroler Unternehmen ist auf Felssicherungen, Lawinenverbauungen, Aussichtsplattformen und Speicherteiche spezialisiert und lieferte schon Mitte Mai für den G7-Gipfel in Tirol einen Zaun. 

Unterstützt werden die Tiroler Fachkräfte von 38 Pionieren des Bundesheeres aus Villach. Der Maschendrahtzaun soll 3,7 Kilometer lang und zwischen 2,5 und vier Meter (beim Sicherheitskorridor in der Mitte) hoch werden.

Der Zaun wird in mehreren Etappen errichtet. Noch sind nämlich nicht alle Verhandlungen mit den Grundbesitzern abgeschlossen. 

Die Zaunsäulen bestehen laut Geschäftsführer Helmut Ortler (43) aus sogenannten Stahl-Ankern. Die Maschen des Zauns bilden ein Hochleistungsgitter, das ursprünglich gegen Steinschlag verwendet wird. Das System sei nach dem G7-Gipfel in München im Mai dieses Jahres mit einigen "Rafinessen" weiterentwickelt worden. Muss der Zaun wieder abgebaut werden, bleiben keine Reste in der Natur zurück. 

Laut "Profil" gestaltet sich die Einkaufsliste für die Grenzsicherung wie folgt:

2.706.000 Lfm. Maschengeflecht
1.082.400 Stk. Gittermatten (alternativ)
1.353.000 Stk. Pfosten
2.706.000 Lfm. Natodraht
x Tore für Fußgänger (Anz. dzt. unbekannt)
x Tore für Fahrzeuge (Anz. dzt. unbekannt)
Diverses: Beleuchtung, Markierungen
Überwachungskameras, etc. (Anz. dzt. unbekannt)

Die Kosten für die baulichen samt personellen Maßnahmen liegen laut Regierung bei bis zu zehn Millionen Euro.

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