Umstrittener Ski-Boss Johan Eliasch wiedergewählt

Johan Eliasch
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Johan Eliasch bleibt Ski-Boss! Der britisch-schwedische Geschäftsmann gewinnt die Wiederwahl ohne Gegenkandidaten, aber nicht ohne Zwischentöne.

Einen Tag nachdem am 53. FIS-Kongress in Mailand die Ski-WM 2027 nach Crans-Montana vergeben wurde, gewinnt Johan Eliasch die Wahl zum Präsidenten des internationalen Skiverbandes. Der 60-Jährige bleibt damit mindestens vier weitere Jahre bis 2026 im Amt.

Der britisch-schwedische Geschäftsmann hatte am Donnerstag bei seiner Wiederwahl keinen Gegenkandidaten. Eliasch führt den Skiverband seit Juni 2021 an, als er das Rennen um das höchste Amt im Ski-Sport gegen den Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann gewann. Er ist Nachfolger des langjährigen Präsidenten und im vergangenen Jahr verstorbenen Schweizers Gian Franco Kasper.

Abstimmung per Geheim-Wahl

Eliasch erhielt 100 Prozent der abgegebenen Stimmen, aber nicht alle Delegierte hatten gewählt. Auf Antrag von Delegierten wurde per Abstimmung eine geheime Wahl festgelegt. Der nicht mit der Fragestellung zufriedene Kroate Vedran Pavlek verließ laut einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA vor der Abstimmung aus Protest den Raum, einige andere folgten.

Von den Verbliebenen erhielt Eliasch die vollständige Zustimmung. "Wir brauchen Veränderung, wir brauchen einen Wandel", sagte der FIS-Chef. "Das ist ein Abstimmungsergebnis, mit dem wir weiter in diese Richtung gehen können. Ich freue mich darauf."

Umstrittene Persönlichkeit

Eliasch gilt als umstritten in der Ski-Szene. Seine Vorschläge sorgen seit seinem Amtsantritt immer wieder für Irritationen und Kritik – etwa der Plan, Skirennen in Dubai zu veranstalten, den Riesenslalom auf nur einen Durchgang zu verknappen sowie Alpin-Weltcups zentral zu vermarkten. Bisher liegen die Vermarktungsrechte bei den Nationalverbänden, auf deren Gebieten die Weltcups stattfinden.

Das Vorhaben des Unternehmers, den Skiverband dadurch klimapositiv zu machen, dass durch eine eigene Initiative die Abholzung von Regenwald im Amazonasgebiet verhindert wird, bezeichnen viele Experten als absurd. Die Kritik: Allein der Entwaldungsschutz sorgt nicht dafür, dass zusätzliches CO2 aus der Luft gefiltert wird.

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