In Moldau herrscht seit Montag Umweltalarm. Grund dafür ist ein Kraftstoffaustritt im Fluss Dnister, der durch einen russischen Angriff auf ein Wasserkraftwerk in der Ukraine am 7. März ausgelöst wurde. Das staatliche Krisenmanagementzentrum CNMC gab bekannt, dass der Alarm für 15 Tage gilt und als Vorsichtsmaßnahme gedacht ist.
Die ukrainischen Behörden meldeten am 10. März erstmals eine Verschmutzung des Flusses nahe Ljadowa und anderen Orten. Der Schadstoff breitete sich rasch flussabwärts Richtung Moldau aus. Dort errichteten Einsatzkräfte Barrieren und forderten die Bevölkerung auf, sich an die offiziellen Anweisungen zu halten, solange die Lage unsicher bleibt.
Mehrere Gemeinden in Moldau wurden aufgerufen, bis auf Weiteres kein Wasser aus dem Dnister zu trinken, damit nicht zu kochen oder es sonst wie zu verwenden. In einigen Regionen wurde die Wasserversorgung abgedreht.
Wie viel Kraftstoff tatsächlich ausgelaufen ist, weiß man derzeit nicht. Die ukrainischen Behörden sprechen aber von einem "großflächigen Leck". Rumänien schickte am Samstag ein zehnköpfiges Notfallteam mit Spezialausrüstung nach Moldau, nachdem das Land die Europäische Union offiziell um Hilfe gebeten hatte.
Sowohl die Ukraine als auch Moldau betonen, wie wichtig der Dnister als Wasserquelle ist. Moldaus Umweltminister macht Russland für die Verschmutzung verantwortlich.