Kaiseradler "Alois" ist tot, Polizei jagt den Täter

Das ist kaum zu glauben! In Gunskirchen hat ein Unbekannter einen seltenen Kaiseradler getötet. Den Peilsender des Vogels hat er dort zurück gelassen.
Der Kaiseradler gehört zu einer streng geschützten Art. Auf der ganzen Welt gilt sein Bestand als gefährdet.

Umso schlimmer ist nun die Tatsache, dass in Gunskirchen (Bez. Wels-Land) ein Unbekannter einen Vogel dieser Art getötet hat.

Im Rahmen eines Vogelbeobachtungsprojekts war das Tier mit einem Peilsender ausgestattet worden. Diesen warf der Täter einfach in die Traun, den toten Adler nahm der Beschuldigte mit.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.Laut Polizei ereignete sich der Vorfall am 19. März zwischen 8.22 und 8.32 Uhr im Bereich Oberriethal, auf einem Feld.

Bis vor 20 Jahren galt Kaiseradler als ausgestorben



Bis vor 20 Jahren galten Kaiseradler hierzulande als ausgestorben. Sie erreichen eine Flügelspannweite von rund zwei Metern und sind etwas kleiner als Steinadler gebaut.

Durch Schutzmaßnahmen gelang es, sie wieder anzusiedeln – Österreich stellt den westlichen Rand des Verbreitungsgebiets der Kaiseradler dar.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung unter: 059133 40 3333.

Alois war Musterbeispiel

Der tote Greifvogel war Ende Mai 2019 geschwächt in Niederösterreich aufgefunden und in der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee gesund gepflegt worden. Dort hatte ihn die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich mit dem Sender versehen und in die Freiheit entlassen – "Heute" berichtete.

"Einen verletzten Vogel in die Freiheit zu entlassen und ihm eine zweite Chance zu geben, ist ein besonderer Moment", freute sich BirdLife-Experte Matthias Schmidt damals. Er hatte Alois' Telemetriedaten seither bis zuletzt rund um die Uhr überwacht, bis der Sender letztlich nur noch Temperaturdaten der Traun übermittelt hatte.





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