Am 7. Juli kommt das Porträt "Simon Messner - Aus dem Schatten" ins Kino. Der 35-jährige Alpinist geht darin seinen eigenen Weg - doch der Film beleuchtet auch das belastete Verhältnis zu seinem berühmten Vater.
Zwischen Bergsteiger-Legende Reinhold Messner und seinen Kindern herrscht seit Jahren Funkstille. Alle Versuche der Kinder, wieder ins Gespräch zu kommen, blieben erfolglos.
"Alle Versuche, ihn per Brief oder Telefon zu erreichen, sind fehlgeschlagen. Es kam keine Reaktion. Meine Geschwister und ich wissen nicht, warum. Es ist unerträglich und unbegreiflich", schildert Simon gegenüber der "Bild".
Im Jahr 2019 verteilte Messner sein Erbe an seine vier Kinder Layla, Magdalena, Simon und Anna Juditha. Ziel war es, Streitigkeiten nach seinem Tod zu vermeiden. Doch es kam anders.
Reinhold Messner warf seinen Kindern vor, ihn nach den vorzeitigen Schenkungen "entsorgt" zu haben. Simon weist das entschieden zurück: "Es stimmt nicht, dass wir ihn entsorgt haben. Er hat sich uns entzogen."
Nach Darstellung der Geschwister begann die Distanz nach der Trennung der Eltern. Mit der Hochzeit von Reinhold Messner und Diane Schumacher im Jahr 2021 sei der Kontakt vollständig abgerissen.
"Ganz verloren haben wir unseren Vater, als er seine jetzige Ehefrau kennenlernte", sagt Simon. Schumacher wies Anschuldigungen, sie habe die Familie entzweit, in einem inzwischen gelöschten Facebook-Beitrag zurück.
Trotz allem hält Simon die Hoffnung aufrecht: "Der Reinhold fehlt uns. Wir vermissen ihn. Der Traum, dass man sich wiederfindet, der bleibt ein Leben lang."