High Noon in OÖ! Der Betriebsrat und das Management eines großen Autozulieferers duellieren sich derzeit mit heftigen Worten. Hintergrund ist eine Information der Unternehmensführung an die Belegschaft vom vergangenen Donnerstag, 7. November.
Inhalt laut Gewerkschaft: Mittels Einzelvereinbarungen und Änderungskündigungen wolle das Management die Löhne der Mitarbeiter kürzen, bzw. solle so die kollektivvertragliche Lohnerhöhung von 4,8 Prozent ausgehebelt werden.
Das Vorhaben sei ein "Schlag ins Gesicht" für die fast 1.000 Mitarbeiter. "Es ist ein unfassbarer Tiefpunkt für die betriebliche Sozialpartnerschaft", so die Betriebsratsvorsitzende.
Laut Betriebsrat habe die Belegschaft bisher alle Einsparungsvorhaben der Geschäftsführung mitgetragen. Beispielsweise Schließtage oder Umstrukturierungen. "Die Ankündigung des Managements ist respektlos und zum Schämen", poltert die Arbeitnehmervertretung. Probleme würden ausschließlich auf die Mitarbeiter abgewälzt. "So wurde etwa noch kein Wort darüber verloren, um wie viel die Managergehälter gekürzt werden sollen", ärgert sich der Betriebsrat.
Forderung: Es müssten die kollektivvertraglichen Erhöhungen von 4,8 Prozent eingehalten werden. Die Mitarbeiter würden in den nächsten Tagen von der Gewerkschaft PRO-GE eine Rechtsberatung erhalten. Sollten die Pläne nicht zurückgezogen werden, droht der Betriebsrat mit weiteren Schritten.