22 Personen berieten am Mittwoch im Kanzleramt über das weitere Vorgehen. Nach fast vier Stunden und um 45 Minuten verspätet traten fünf von ihnen vor die Medien: Kanzler Nehammer, Gesundheitsminister Mückstein, Bürgermeister Ludwig, Landeshauptmann Platter und die Epidemiologin Schernhammer.
Die bisher verwendeten Stehpulte sind Geschichte. Ab sofort wird – zwischen Plexiglas-Wänden – gesessen.
Auffallend oft fielen gestern die Worte "gemeinsam" und "miteinander" – und das über die Parteigrenzen hinweg.
Samstag ist der letzte Tag des Lockdowns. Ab Sonntag 0 Uhr gehen Teile von Österreich wieder auf. Aber nur für Geimpfte.
Der Bund legt fest, welche Maßnahmen die Länder mindestens erfüllen müssen. Strenger geht aber immer.
In allen geschlossenen Räumen und in Öffis muss FFP2-Maske getragen werden. Das gilt auch am Arbeitsplatz, wenn keine anderen Schutzvorrichtungen vorhanden sind.
Eintritt gibt's nur mit 2G-Nachweis (Ausnahme: Take-away, dafür dürfen auch Ungeimpfte die Ausgangssperre brechen), abseits vom Sitzplatz gilt Maskenpflicht, zudem Kontaktdatenerhebung und ein Limit von 25 Personen bei Veranstaltungen wie etwa Weihnachtsfeiern (outdoor: 300).
Sperrstunde ist spätestens um 23 Uhr.
Bars, Clubs und Discos bleiben ebenso zu wie Après-Ski und Stehgastro.
Mit 2G und FFP2 für Kunden.
2G und FFP2, maximal 300 Personen gleichzeitig.
Auch hier 2G und in allgemeinen Bereichen FFP2.
2G, Maskenpflicht (außer während des Sports), kein Mindestabstand.
Indoor maximal 25, outdoor höchstens 300 Personen.
Ins Stadion dürfen bis zu 4.000 Besucher, für Indoor-Events wie Oper und Co. gilt eine Höchstgrenze von 2.000. In Museen etc. gilt 2G und FFP2.
Problematisch: fünf unterschiedliche Vorgangsweisen! Nur Tirol, Vorarlberg und das Burgenland gehen sämtliche Öffnungsschritte sofort mit. Salzburg, Steiermark und NÖ sperren Gastro und Hotels erst am 17. auf, Wien am 20. In Kärnten gibt es am Donnerstag erst Gespräche, in OÖ ebenfalls – hier dürfte am 17. alles aufmachen.
Werden am Donnerstag verkündet.
Der Lockdown werde am Sonntag, dem 12. Dezember, in Wien nicht komplett aufgehoben, erklärte Michael Ludwig. Der Bürgermeister will auf dem "Wiener Weg der Sicherheit" bleiben. Das heißt: Ab Montag dürfen Handel, körpernahe Dienstleister und Christkindlmärkte wieder aufsperren. Take-away ist erlaubt. Auch Sporteinrichtungen öffnen, indoor ist allerdings kein Körperkontakt zugelassen. Sogar Kulturbetriebe sperren auf. Es gelten 2G-Regel und FFP2-Pflicht bei Indoor-Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen bis zu 2.000 Personen. Outdoor sind 4.000 Personen möglich. Ohne zugewiesene Sitzplätze liegt die Indoor-Grenze bei 25 Personen.
Gastronomie und Hotellerie dürfen erst ab 20. Dezember öffnen. Kleiner Lichtblick: Die 2G-plus-Regel (geimpft oder genesen plus PCR-Test) wird in der Gastro nicht kommen. Die Nachtgastro bleibt geschlossen.
Der Lockdown für Geimpfte ist vorbei, erklärte Johanna Mikl-Leitner. In Niederösterreich werden nächsten Montag fast alle Bereiche öffnen, kündigte die NÖ-Landeshauptfrau an. Handel, Kultur, Sport und körpernahe Dienstleistungen sind unter den gleichen Bedingungen wie in Wien wieder erlaubt. Einziger Unterschied: Gastronomie und Hotellerie dürfen bereits ab Freitag, dem 17. Dezember, wieder aufsperren, drei Tage früher als in Wien.
Die "schrittweise Öffnung" geschehe "nach sorgsamer Absprache mit Experten in verantwortungsvoller Weise", so Mikl-Leitner. Die Pandemie sei "noch lange nicht vorbei", warnte die Landeshauptfrau: "Wir müssen mit einer neuen Welle Anfang nächsten Jahres rechnen."