Muslimische Familie wurde abgelehnt: Demo

Aktivisten und Menschenfreunde fanden sich am Sonntag ab 15 Uhr in Weikendorf ein. Man wollte mit den Einheimischen reden und Ängste abbauen.
Das Motto der Demonstration (Anm.: eigentlich war es eine Dialogversammlung) lautete „So ist Weikendorf nicht – Miteinander reden". Ängste und Vorurteile gehören abgebaut, sagten die Organisatoren Muhammed Yüksek und Mustafa Durmus im Vorfeld der Veranstaltung ("Heute" berichtete).

Am Sonntag um 15 Uhr ging es bei über 30 Grad los, rund 20 Menschen fanden sich vorm Rathaus ein. Das Medieninteresse war recht groß, rund zehn Medienvertreter waren vor Ort. Viele Weikendorf waren auch als Zaungäste da, beobachteten aus der Entfernung das Geschehen.

"Gute Gespräche"

Mustafa Durmus, einer der beiden Hauptorganisatoren, zeigte sich zufrieden: "Es gab sehr, sehr gute Gespräche. Die wichtigsten Punkte, die ich mitgenommen habe sind: Die Weikendorfer sind keine Rassisten. Es ist aber auch normal, dass die Menschen Sorgen haben. Ab und zu ging es hitziger zu, dann erzählte ich einem älteren Herren von meiner Bundesheerzeit und wir fanden wieder einen Nenner. Meine Motivation für diese Veranstaltung war, dass lange Zeit nicht geredet worden war, ich bin selbst am Land in der Südoststeiermark aufgewachsen und war Teil des Dorfes."

Wie berichtet hatte eine elfköpfige, muslimische Familie ein Haus in Dörfles (gehört zu Weikendorf, Bezirk Gänserndorf) kaufen wollen, stieß dabei aber auf Widerstand. (Lie)

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