Es ist kaum zu glauben: Selbst wenn der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik für zurechnungsfähig befunden wird, so drohen ihm nach norwegischem Recht höchstens 21 Jahre Haft!
Knapp neun Monate nach den Anschlägen von Oslo und Utöya mit 77 Toten begann am Montag der Prozess gegen den 33-Jährigen. In dem auf zehn Wochen angesetzten Verfahren in der norwegischen Hauptstadt wird es vor allem darum gehen, ob Breivik zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war und damit wegen "Terrorakten" zu der in Norwegen geltenden Höchststrafe von 21 Jahren verurteilt werden kann.
Das Urteil wird im Juli, also ungefähr ein Jahr nach der Tat vom 22. Juli 2011, erwartet. Das Gericht will rund 150 Zeugen hören. Als Nebenkläger treten rund 770 Überlebende und Hinterbliebene auf.