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Unglaubliche Gründe – warum Er und Sie Orgasmen faken

Eine neue Studie erhob die Gründe, weshalb Orgasmen vorgetäuscht werden. Manche regen zum Schmunzeln an.

Heute Life
Männer stehen Frauen in punkto Vorspielen um nichts nach.
Männer stehen Frauen in punkto Vorspielen um nichts nach.
Getty Images/iStockphoto

Für manche ist der Orgasmus Pflicht bei jedem Akt, für manche ein optionales "nice to have". Aber Frauen wie auch Männer nehmen es mit der Ehrlichkeit manchmal nicht so genau und lassen dann schauspielerisches Talent walten. Meist, um dem Partner trotzdem ein "gutes Feedback" zu geben oder damit der Akt "endlich" endet. Es gibt aber noch eine Reihe anderer Gründe, warum der Höhepunkt vorgespielt wird, wie eine neue Studie zeigt.

Mief aus dem Mund

Demnach täuschen 40 Prozent der sexuell aktiven Männer und Frauen häufig einen Orgasmus vor, weil der Partner oder die Partnerin schlechten Atem hat. "Es gibt verschiedene Gründe, sowohl physische als auch psychologische, die es Ihnen erschweren, einen Orgasmus zu erreichen, und die dazu führen können, dass Sie einen Orgasmus vortäuschen", schreiben die Forscher in der im September 2023 durchgeführten Umfrage von Innerbody Research. "Das größte Hindernis für einen Orgasmus war für unsere Teilnehmer der Atem ihres Partners."

Falsche Stellung, schlechtes Licht oder zu warm/kalt

Die Fachleute befragten über 1.000 Erwachsene, um die aktuellen Trends bei romantischen Beziehungen und sexuellen Vorlieben zu untersuchen. Die Umfrage ergab, dass satte 46 Prozent der Frauen zugaben, ihren Höhepunkt gefaked zu haben, während überraschende 38 Prozent der Männer zugaben, einen falschen Höhepunkt vorgetäuscht zu haben. Und während das verdorbene Mundwerk des Liebsten das größte Hindernis für den Höhepunkt darstellt, nannten die Teilnehmer auch schmerzhafte Stellungen, raue Raumtemperaturen, schlechtes Licht und übermäßiges Nachdenken als ihre größten Hindernisse im Schlafzimmer.

Platz 1 auf der Liste der Vortäuschungsgründe: "Der Atem meines Partners"
Platz 1 auf der Liste der Vortäuschungsgründe: "Der Atem meines Partners"
innerbody.com

Den Forschern von Innerbody zufolge motiviert ein Hauch von Mundgeruch unzufriedene Liebhaber zwar oft dazu, im Bett eine falsche Show abzuziehen, aber viele sagten auch, sie wollten einfach nur, dass der Sex aufhört. "Während stinkender Atem und eine unbequeme Sexposition zwei Faktoren sind, die dazu führen können, dass jemand einen Orgasmus vortäuscht", so die Studie, "war der häufigste Grund der Wunsch, dass der Sex zu Ende ist."

Tatsächlich ergab die Umfrage, dass Millennials die Nummer 1 bei der Vortäuschung eines Orgasmus sind: 48 Prozent der 25- bis 40-Jährigen haben diesen Betrug begangen. Nur 27 Prozent der Generation Z gaben es zu, und nur 20 Prozent der Generation X haben sich des Betrugs schuldig gemacht. "Die zugrunde liegende Motivation, einen Orgasmus vorzutäuschen, hängt weitgehend von den Beziehungszielen und dem allgemeinen zwischenmenschlichen Beziehungs- und Kommunikationsstil ab", schreiben die Meinungsforscher.

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