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"Unidentified Falling Objects (UFO)" im Test – Tetris 2

"Unidentified Falling Objects (UFO)" könnte trotz – oder gerade wegen – simpler Grafik und forderndem Gameplay eine Puzzle-Größe wie "Tetris" werden.

Rene Findenig
"Unidentified Falling Objects (UFO)" im Test – aus dem Spiel könnte mit Fan-Ünterstützung ein "Tetris 2.0" werden.
"Unidentified Falling Objects (UFO)" im Test – aus dem Spiel könnte mit Fan-Ünterstützung ein "Tetris 2.0" werden.
Gearbox Publishing

Gut, über den Namen "Unidentified Falling Objects (UFO)" kann man streiten, dennoch ist der PC- und Nintendo-Switch-Titel aus dem Hause Gearbox Publishing und von Entwickler Andrew Morrish ein ganz heißer Kandidat auf einen neuen Puzzle-Hit. Statt auf Hochglanz-Grafik und toll animierte Sequenzen setzt "Unidentified Falling Objects (UFO)" auf eine bunte, aber sehr simple Optik und steckt dafür den ganzen Glanz in das Gameplay. Und da kommt dem Game die simple Grafik gerade recht, denn wenn es darum geht, schnell zu reagieren und alles am Bildschirm mitzubekommen, herrscht hier Perfektion vor.

"Unidentified Falling Objects" verbindet beim Gameplay zwei Elemente miteinander. Einerseits regnen in jedem Level, wie man es von "Tetris" kennt, verschiedene Blöcke von oben herab, die farblich angeordnet werden sollen. Zu "Tetris 2.0" macht das Game aber, dass es andererseits auch eine kleine Astronauten-Spielfigur gibt, die den herabfallen Blöcken ausweichen muss und die gleichfarbigen Blöcke mit seiner Laserwaffe zerstören kann. Dabei sollen möglichst viele Blöcke verkettet werden, um einen hohen Kombo-Zähler abzuräumen. Und auch Hilfs-Items kann die kleine Spielfigur im Level einsammeln.

Simples Prinzip, aber hart zu meistern

Klar ist: Beginnt jedes Level langsam und übersichtlich, fallen die Blöcke schließlich immer schneller, das Gameplay wird hektischer und blitzschnelle Reaktionen sind gefragt. Und da lenkt eben die Pixel-Retro-Grafik des Games weniger ab, als wenn der Spielfluss ständig von bombastischen Effekten und aufwendigen Zwischensequenzen unterbrochen wird. Leicht zu lernen, schwierig zu meistern ist das Grundprinzip, das mit nur fünf verschiedenfarbigen Blöcken auskommt. Zum Glück, denn die Power-Ups und auch ein paar kleine, außerirdische Feinde in den Level sorgen für spaßigen Spielstress genug.

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    Gut, über den Namen "Unidentified Falling Objects (UFO)" kann man streiten, dennoch ist der PC- und Nintendo-Switch-Titel aus dem Hause Gearbox Publishing und von ...
    Gut, über den Namen "Unidentified Falling Objects (UFO)" kann man streiten, dennoch ist der PC- und Nintendo-Switch-Titel aus dem Hause Gearbox Publishing und von ...
    Gearbox Publishing

    Spieler haben dabei allerdings mehr damit zu tun, mit der kleinen Spielfigur durch die stark begrenzten Levels zu laufen und zu springen, statt die Blöcke anzuordnen. Wird man von einem der Blöcke getroffen, ist eines der stark begrenzten Spiel-Leben weg. Sind alle weg, muss das Level wiederholt werden. Das Manövrieren der Blöcke selbst funktioniert übrigens auch in Plattformer-Manier: Unser Astronaut besitzt die Fähigkeit, die Blöcke zu treten und so in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Schießt man dann auf einen Block, sprengt das alle mit diesem verbundenen Blöcke derselben Farbe weg.

    Auf Einzelspieler wartet sogar eine Kampagne

    Auch die Power-ups und Feinde fallen in "Unidentified Falling Objects (UFO)" vom oberen Bildschirmrand ins Level herein. Erstere werden mit einer besonderen Mechanik ausgelöst – indem man einen damit verbundenen Block wegschießt. Klingt einfach, kann aber zunehmend chaotisch werden, denn während man auf die anderen herabfallen Blöcke achten muss, muss man später auch den Geschossen der Feinde ausweichen. Auf Dauer bleibt man aber nicht auf seine Start-Fähigkeiten beschränkt, sondern schaltet mit erspielten Zählern und Erfahrungspunkten sowie der Ingame-Währung Verbesserungen frei.

    Die Auswahl zeigt sich bei diesen Verbesserungen überraschten groß und reicht von besseren Schutzanzügen für unsere Spielfigur über neue Arten von Tritten zur Bewegung der Blöcke bis hin zu mehr Waffen und Levels. Muss man anfangs mehrmals auf Blöcke schießen, reicht später eine Salve aus – entsprechend steigt aber auch das Tempo und die Zahl der Feinde. Überraschend für einen solchen Puzzle-Plattformer: Es gibt auch eine recht ausführliche Kampagne mit sechs abwechslungsreich gestalteten Welten und einer kleinen Geschichte, die aber eher eine Randnotiz in dem Game bleibt.

    "Unidentified Falling Objects (UFO)" im Test – "Tetris 2.0"

    Abseits von der Kampagne warten auf Einzelspieler noch verschiedenste Herausforderungen in unterschiedlichen Härte-Graden. Wer sich dagegen einen Freund auf die Couch holt, kann im lokalen Splitscreen gegeneinander antreten – oder man matcht sich online gegen bis zu 20 Spieler gleichzeitig. Auch der Soundtrack ist wie die Grafik auf Retro getrimmt und unterhält zeitweise ganz gut – lenkt aber nicht vom Geschehen ab. Nach einigen Spielstunden hat man aber dennoch das Problem, dass sich die Musikstücke immer und immer wieder in Dauerschleife wiederholen. Das macht aber wenig aus.

    "Unidentified Falling Objects (UFO)" könnte mit etwas Fan-Unterstützung ein "Tetris 2.0" werden. Der Einstieg ist für alle Spieler leicht, später gibt es aber auch Herausforderungen, an denen sich die Profis die Zähne ausbeißen. Und die Mehrspieler-Möglichkeiten würden das Game zum perfekten E-Sports-Titel machen. Wer die Faszination "Unidentified Falling Objects (UFO)" selbst erleben will, findet übrigens eine kostenlose Demo auf Steam und im NIntendo eShop. Mit rund 15 Euro ist aber die Vollversion preiswert ausgefallen und jeder Puzzle- und Plattformer-Fan kann direkt bedenkenlos zugreifen.

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