Es ist ein Meilenstein im Fußball: Marie-Luise Eta steht als erste Cheftrainerin in der deutschen Bundesliga an der Seitenlinie. Die 34-Jährige übernimmt bei Union Berlin bis Sommer die Profis – und sorgt damit europaweit für Aufsehen.
Eta ist damit nicht nur in Deutschland eine Pionierin, sondern auch in den großen europäischen Ligen. Doch im Netz schlägt ihr noch vor dem ersten Spiel im Abstiegskampf gegen Wolfsburg auch eine Welle an Sexismus entgegen.
Auf Social Media zweifeln User offen an ihrer Kompetenz, machen abwertende Kommentare über Frauen im Fußball. "Der Bundesliga-Trainer, der gegen sie verliert, hat für immer sein Gesicht verloren. Es gibt, glaube ich, kaum etwas Peinlicheres", schreibt ein User auf "X".
Union Berlin reagiert darauf scharf – und stellt sich klar vor seine Trainerin. "Aber genau das bist du, ein Sexist", kontert der Klub öffentlich. Auch weitere Kommentare werden direkt als das benannt, was sie sind: Sexismus.
Damit setzt Union ein deutliches Zeichen: Die historische Chance für Eta soll nicht von alten Klischees überschattet werden. Die "Eisernen" zeigen Haltung – und stärken ihrer Trainerin demonstrativ den Rücken.